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Toyota Land Cruiser: welcher Lochkreis zu welcher Baureihe gehört

Die kurze Antwort zuerst, und sie ist unbequem: Der Toyota Land Cruiser hat nicht einen Lochkreis, sondern zwei. Die schwere 70er-Serie fährt auf 5x150, die Prado-Baureihen 90 und 120 auf 6x139,7 mit 106,1 mm Nabenbohrung. Wer die Baureihe verwechselt, bestellt Räder, die nicht ansatzweise passen, und der Name auf dem Heck hilft dabei kein Stück.

Dieser Guide sortiert die Baureihen, nennt die Radwerte aus unserer Fahrzeugdatenbank und sagt dir, woran du deine Serie erkennst.


Warum der Land Cruiser zwei Lochkreise hat

Toyota führt unter dem Namen Land Cruiser seit Jahrzehnten zwei verschiedene Fahrzeugfamilien. Die eine ist der schwere Geländewagen für harten Einsatz, historisch die 40er, dann die 70er-Serie und parallel die 80er, 100er und 200er. Die andere ist der leichtere Prado, in Europa als Land Cruiser verkauft, mit den Serien 90, 120, 150 und 250.

Beide Familien teilen den Namen und die Grundidee, aber nicht die Achsen. Und weil der Lochkreis an der Achse hängt, unterscheidet er sich entsprechend.

Baureihe Baujahre Familie Lochkreis
70 Series 1984 bis 2007 und später schwere Reihe 5x150
90 Series (Prado) 1996 bis 2002 Prado 6x139,7
120 Series (Prado) 2002 bis 2009 Prado 6x139,7

Diese drei Baureihen haben wir in unserer Fahrzeugdatenbank geprüft. Für die übrigen Serien, etwa 80, 100, 105, 150 und 250, gilt: Prüf die Werte für dein konkretes Fahrzeug, statt von einer Nachbarbaureihe zu schließen. Genau dieser Schluss ist die häufigste Fehlerquelle beim Land Cruiser.

Die geprüften Radwerte

Baureihe Lochkreis Nabenbohrung Radbolzen Serienrad Serienreifen
70 Series 5x150 110,1 mm M14 x 1,5 5,5Jx16 ET0 LT215/80 R16
90 Series 6x139,7 106,1 mm M12 x 1,5 6Jx16 ET30 215/80 R16
120 Series 6x139,7 106,1 mm M12 x 1,5 7,5JJx17 ET30 265/65 R17

Der Unterschied ist erheblich. Zwischen 70er und Prado stimmt weder die Anzahl der Bolzen noch der Teilkreis noch das Gewinde. Räder sind zwischen den beiden Familien nicht austauschbar, auch nicht mit Adaptern, die man gelegentlich angeboten sieht.

Die 70er-Serie und ihre 5x150

5x150 ist ein Lochkreis, den außer Toyota kaum jemand verwendet, und auch dort nur bei den schweren Baureihen. Das hat Folgen für die Auswahl: Der Zubehörmarkt für diese Teilung ist deutlich kleiner als für 6x139,7, und die Räder kommen überwiegend von Spezialanbietern.

Hinweis: Wir führen den Lochkreis 5x150 aktuell nicht. Wer eine 70er-Serie fährt, findet bei uns keine passenden Räder, und wir sagen das lieber offen, als dich durch ein Sortiment zu schicken, in dem nichts passt. Für die Prado-Baureihen sieht es anders aus, dazu unten mehr.

Ein weiterer Punkt zur 70er: ET0 als Serienwert ist extrem niedrig. Das Rad sitzt weit außen, die Spur ist entsprechend breit. Wer hier auf ein Rad mit ET30 wechselt, zieht das Rad drei Zentimeter nach innen, wo es an Federbein oder Bremssattel anstoßen kann.

Die Prado-Baureihen 90 und 120

Hier bist du im gängigen Bereich: 6x139,7 mit 106,1 mm Nabenbohrung, dasselbe Muster, das auch Hilux und viele andere Geländewagen nutzen. Die Auswahl ist groß, und die Nabenbohrung von 106,1 mm treffen viele Offroad-Räder ab Werk oder mit einem einfachen Zentrierring.

Zwischen 90 und 120 änderte sich vor allem die Radgröße: von 16 auf 17 Zoll und von 215/80 auf 265/65. Der Außendurchmesser bleibt dabei ähnlich, das ist bei Toyota konsequent gelöst. Die Einpresstiefe blieb mit ET30 gleich.

Woran du deine Baureihe erkennst

Der sicherste Weg führt über die Fahrzeugpapiere, nicht über die Optik. In der Zulassungsbescheinigung Teil I stehen Hersteller- und Typschlüsselnummer, und die identifizieren dein Fahrzeug eindeutig. Wo genau, steht im Ratgeber zu HSN und TSN.

Ein zweiter Weg: Zähl die Radbolzen. Fünf Bolzen bedeuten bei einem Land Cruiser die schwere Reihe mit 5x150, sechs Bolzen den Prado mit 6x139,7. Das klingt banal, ist aber der schnellste Test, den du auf einem Parkplatz machen kannst.

Verlass dich nicht auf das Baujahr allein. Die 70er-Serie lief über zwei Jahrzehnte parallel zu mehreren Prado-Generationen, ein Fahrzeug von 2000 kann beides sein.

Umrüsten am Prado

Traglast. Der Land Cruiser ist schwer, mit Anbauteilen und Beladung schnell jenseits von zweieinhalb Tonnen. Die zulässige Achslast steht im Fahrzeugschein in den Feldern 7.1 und 7.2, geteilt durch zwei ergibt sie die Mindesttraglast je Rad. Räder aus dem leichteren SUV-Segment liegen häufig darunter, auch wenn Lochkreis und Optik passen. Wie man das ausrechnet, steht im Ratgeber zur Felgen-Traglast.

Einpresstiefe. ET30 ist bei beiden Prado-Baureihen Serie. Deutlich kleinere Werte schieben das Rad nach außen und verlangen in aller Regel eine Einzelabnahme. Der Land Cruiser hat vergleichsweise viel Platz im Radhaus, aber unbegrenzt ist er nicht.

Reifendurchmesser. 215/80 R16 und 265/65 R17 liegen beide bei rund 780 mm. Wer größer will, verschiebt Tachoanzeige und Übersetzung. Bei den Dieselmotoren mit reichlich Drehmoment fällt das weniger auf als bei kleineren Motoren, verschwunden ist es nicht.

Warum der Prado 90 heute wieder gesucht wird

Die 90er-Serie lief von 1996 bis 2002 und ist damit ein Fahrzeug, das man früher übersehen hat. Inzwischen wird sie gezielt gesucht, und der Grund ist derselbe wie bei anderen Geländewagen dieser Jahre: Leiterrahmen, zuschaltbare Untersetzung, wenig Elektronik zwischen Fahrer und Technik.

Dazu kommt die Verfügbarkeit von Teilen. Toyota hat den Prado weltweit in großen Stückzahlen gebaut, entsprechend gut ist die Versorgung. Für die Radfrage heißt das: Der Lochkreis 6x139,7 wird dich überleben, und ein Satz ordentlicher Räder passt später auf das nächste Fahrzeug dieser Teilung, etwa einen Hilux.

Wer heute kauft, achtet vor allem auf den Rahmen und darauf, ob das Fahrzeug bereits umgebaut wurde. Beides sagt mehr über den künftigen Aufwand als die Laufleistung.

Stahl oder Aluminium

Beim Land Cruiser hängt die Antwort am Einsatz. Wer regelmäßig abseits befestigter Wege fährt, ist mit Stahl besser bedient: Eine Beule lässt sich richten, ein gerissenes Aluminiumrad nicht, und auf einer längeren Tour ist das der Unterschied zwischen Weiterfahren und Warten.

Im überwiegenden Straßenbetrieb spricht mehr für Aluminium. Weniger ungefedertes Gewicht kommt Federung und Verbrauch zugute, und die Wärmeabfuhr an der Bremse ist bei einem schweren Fahrzeug mit Anhänger kein Nebenthema. Wie sich die Fertigungsarten unterscheiden, steht im Ratgeber zu Flow Forming und Guss.

Zentrierringe

106,1 mm ist ein verbreiteter Wert, aber längst nicht jedes Zubehörrad trifft ihn. Ein Zentrierring gleicht die Differenz aus und sorgt dafür, dass das Rad auf der Nabe zentriert statt auf den Bolzen zu hängen. Das ist der Normalfall bei Zubehörrädern, kein Notbehelf. Wichtig ist die exakte Kombination aus Felgenbohrung und Nabendurchmesser. Mehr dazu im Ratgeber zu Zentrierringen.

Eintragung

Ob eine Rad-Reifen-Kombination eintragungsfrei ist, entscheidet das Gutachten der konkreten Felge zusammen mit deiner Fahrzeugvariante. Räder mit EG-Typgenehmigung nach ECE-R 124 sind im Rahmen ihrer Verwendungsliste zulässig, sofern dein Fahrzeug dort aufgeführt ist. Räder mit Teilegutachten nach § 19 Abs. 3 StVZO brauchen die Abnahme durch eine amtlich anerkannte Prüfstelle und den anschließenden Eintrag.

Beim Land Cruiser ist die Prüfung der Verwendungsliste besonders wichtig, weil dieselbe Modellbezeichnung für so unterschiedliche Fahrzeuge steht. Ein Gutachten, das „Land Cruiser" nennt, meint möglicherweise eine ganz andere Baureihe als deine. Prüf auf HSN und TSN, nicht auf den Modellnamen.

Rechtsstand dieser Angaben ist August 2026. Über die Zulässigkeit deiner konkreten Kombination entscheidet die Prüfstelle.

Gebrauchtkauf

  • Rahmen. Alle genannten Baureihen haben einen Leiterrahmen, und der rostet an den Aufnahmepunkten. Bei den älteren Prado-Serien und bei importierten Fahrzeugen lohnt der Blick von unten besonders.
  • Vorhandene Umbauten. Land Cruiser werden häufig verändert, oft über Jahre. Höherlegung, größere Räder, Verbreiterungen gehören eingetragen. Ohne Papiere wird der Aufwand zu deinem.
  • Importfahrzeuge. Aus Japan, Australien oder dem Nahen Osten importierte Fahrzeuge können abweichende Achsen und damit abweichende Radwerte haben. Nachmessen statt vertrauen.
  • Radlager. Wurde lange mit stark abweichender Einpresstiefe gefahren, sind sie früher fällig. Aufbocken und wackeln zeigt es.

Passende Räder aus unserem Sortiment

Für die Prado-Baureihen mit 6x139,7 haben wir Auswahl. Achte auf die Nabenbohrung von 106,1 mm und auf die angegebene Radlast, die beim Land Cruiser höher liegen muss als bei einem leichten SUV.

Felgen für Land Cruiser Prado ansehen (6x139,7)

Die geländetauglichen Modelle findest du gebündelt in der Offroad-Kollektion. Für die 70er-Serie mit 5x150 führen wir derzeit nichts. Bist du unsicher, welche Baureihe du fährst, hilft der Fahrzeug-Konfigurator im Seitenkopf: Er filtert das Sortiment auf die Kombinationen, die für dein Modell hinterlegt sind.

FAQ: die häufigsten Fragen zum Land Cruiser

Welchen Lochkreis hat der Toyota Land Cruiser?

Das hängt an der Baureihe. Die 70er-Serie fährt 5x150 mit 110,1 mm Nabenbohrung, die Prado-Baureihen 90 und 120 fahren 6x139,7 mit 106,1 mm. Zähl die Radbolzen, das ist der schnellste Test.

Passen Prado-Felgen auf eine 70er-Serie?

Nein. Weder die Anzahl der Bolzen noch der Teilkreis noch das Gewinde stimmen überein. Die beiden Familien sind bei den Rädern nicht kompatibel.

Passen Hilux-Felgen auf den Prado?

Lochkreis und Nabenbohrung stimmen bei vielen Hilux-Baureihen überein, beide nutzen 6x139,7 mit 106,1 mm. Die Traglast muss trotzdem geprüft werden, denn der Land Cruiser ist in der Regel schwerer.

Welche Reifengröße ist beim Prado Serie?

Bei der 90er-Serie 215/80 R16 auf 6Jx16 ET30, bei der 120er-Serie 265/65 R17 auf 7,5JJx17 ET30.

Führt ihr Felgen für die 70er-Serie?

Derzeit nicht. Der Lochkreis 5x150 ist bei uns nicht im Sortiment. Für die Prado-Baureihen mit 6x139,7 haben wir dagegen eine große Auswahl.

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