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Lochkreis VW T5, T6 und T7: 5x120 – und warum der T4 nicht passt

Der VW Transporter ist das meistgefahrene Nutzfahrzeug Deutschlands und zugleich Basis unzähliger Campingausbauten. Bei der Felgensuche führt genau eine Frage zu den meisten Fehlkäufen: Der Lochkreis hat sich zwischen T4 und T5 geändert, und das wissen viele nicht.

1. Der Lochkreis von T5, T6 und T7

Der VW T5 und alle nachfolgenden Baureihen haben den Lochkreis 5x120: fünf Radschrauben auf einem Kreis mit 120 Millimetern Durchmesser. Der Vorgänger T4 fährt dagegen mit 5x112.

Baureihe Baujahre Lochzahl Lochkreis
T4 und T4 Van 1990–2003 5 5x112
T5 und T5 Van 2003–2015 5 5x120
T6 und T6.1 2015–2024 5 5x120
T7 Multivan und California seit 2021 5 5x120

Passende Felgen findest du gebündelt unter Felgen mit Lochkreis 5x120. Für den T4 ist dagegen die Kollektion Felgen mit Lochkreis 5x112 die richtige.

Hinweis: Der Wechsel von 5x112 auf 5x120 verläuft zwischen T4 und T5, nicht innerhalb einer Baureihe. Wer Felgen gebraucht kauft, sollte deshalb nie nach „Bus" suchen, sondern nach der konkreten Baureihe. Dazu kommt die Traglast: Am Transporter ist sie kein Detail, sondern Zulassungsvoraussetzung.

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2. Der Bruch zwischen T4 und T5

Mit dem T5 hat Volkswagen 2003 nicht nur die Karosserie erneuert, sondern auch die Radbefestigung geändert. Acht Millimeter mehr Lochkreisdurchmesser sind mit bloßem Auge praktisch nicht zu erkennen, machen die Felge aber unbrauchbar.

Das führt regelmäßig zu Fehlkäufen, gerade auf dem Gebrauchtmarkt, wo Anzeigen häufig nur „VW Bus“ oder „Transporter“ nennen. Frag im Zweifel nach der Prägung auf der Rückseite der Felge: Dort steht eine Kennung wie 7Jx16 H2 ET55 5/120.

Adapter sind keine Lösung

Es gibt Adapterplatten, die einen Lochkreis auf einen anderen übersetzen. Bei einem Fahrzeug mit den Achslasten eines Transporters ist das ein Bereich, in dem du nicht experimentieren solltest. Jede zusätzliche Trennstelle zwischen Nabe und Rad ist eine Stelle, die sich lösen kann, und die Freigabe dafür ist aufwändig.

3. Traglast: der wichtigste Wert beim Bus

Beim Transporter entscheidet nicht der Lochkreis über die Eignung einer Felge, sondern die zulässige Radlast. Ein ausgebauter Camper mit Aufstelldach, Wassertank und Gepäck erreicht Achslasten, die eine PKW-Felge deutlich überfordern.

Die zulässigen Achslasten stehen in der Zulassungsbescheinigung Teil I in den Feldern 7.1 und 7.2. Teile den Wert durch zwei, und du hast die Mindesttragfähigkeit je Rad. Die Radlast der Felge steht im Gutachten oder in der Herstellerangabe.

Weil viele Zubehörfelgen mit 5x120 für PKW ausgelegt sind, ist das der Punkt, an dem die Auswahl tatsächlich enger wird. Der gleiche Lochkreis wie beim BMW 3er heißt nicht, dass dieselbe Felge an den Bus gehört.

Beim Camper besonders kritisch

Ein ausgebauter T5 oder T6 fährt fast immer nahe an der zulässigen Gesamtmasse, und zwar dauerhaft, nicht nur gelegentlich. Dazu kommen lange Autobahnetappen bei sommerlichen Temperaturen. Diese Kombination aus Dauerlast und Wärme ist genau das, wofür eine unterdimensionierte Felge nicht ausgelegt ist.

Wenn du deinen Bus als Reisefahrzeug nutzt, wähle die Felge mit Reserve, nicht auf Kante. Wie du die nötige Tragfähigkeit bestimmst, steht im Ratgeber Lastindex und Traglast bei Reifen.

4. Offroad und Camper: der zweite Anwendungsfall

Viele T5 und T6 werden höhergelegt und mit gröberen Reifen gefahren. Dabei ändern sich Anforderungen an Einpresstiefe und Felgenbreite deutlich gegenüber dem Serienfahrzeug.

Wir haben dazu einen eigenen Ratgeber: Offroad-Felgen für VW T5 und T6. Dort geht es um Reifenfreigängigkeit, Höherlegung und die Kombination aus Felge und All-Terrain-Reifen.

5. Einpresstiefe beim Transporter

Die Einpresstiefe bestimmt, wie weit das Rad nach außen steht. Beim Bus hat sie eine zusätzliche Bedeutung: Sie beeinflusst die Belastung der Radlager. Eine deutlich kleinere Einpresstiefe als ab Werk vergrößert den Hebelarm und damit den Verschleiß.

Bei einem Fahrzeug, das schwer beladen und viele Kilometer fährt, ist das kein theoretischer Punkt. Halte dich deshalb an den Bereich, den das Gutachten der Felge für deinen Fahrzeugtyp freigibt, auch wenn optisch mehr möglich wäre.

Zentrierringe und Radschrauben

Zubehörfelgen haben in der Regel eine größere Nabenbohrung als die Radnabe. Den Unterschied gleichen Zentrierringe aus. Beim Transporter mit seinen hohen Radlasten ist der exakt mittige Sitz besonders wichtig, weil Unwuchten hier größere Kräfte erzeugen.

Dazu gehören passende Radschrauben und das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment. Beim Bus liegt es höher als beim PKW, und Nachziehen nach den ersten Kilometern ist Pflicht, nicht Empfehlung.

6. Eintragung und Freigabe

Ob eine Rad-Reifen-Kombination ohne Abnahme gefahren werden darf, entscheidet das Gutachten der Felge für deinen Fahrzeugtyp:

  • EG-Typgenehmigung oder ABE ohne Auflagen: in der Regel eintragungsfrei, Unterlagen mitführen
  • Teilegutachten oder ABE mit Auflagen: Abnahme durch eine amtlich anerkannte Prüforganisation und Eintragung erforderlich

Beim Transporter kommt eine Besonderheit dazu: Die zulässige Gesamtmasse variiert innerhalb der Baureihe erheblich. Ein T5 mit 2,6 Tonnen und einer mit 3,2 Tonnen sind bei den Freigaben zwei verschiedene Fahrzeuge. Das Gutachten muss deine Variante nennen.

7. Den Lochkreis selbst prüfen

Der schnellste Weg führt über die montierte Felge: Auf der Rückseite des Sterns oder rund um die Nabenbohrung steht meist eine Prägung, deren letzte Angabe Lochzahl und Lochkreis nennt.

Ohne Prägung hilft der Messschieber. Bei fünf Bohrungen liegt keine einer anderen direkt gegenüber. Miss deshalb von Bohrungsmitte zu Bohrungsmitte der übernächsten Bohrung: Der Wert entspricht dem 0,951-fachen des Lochkreises. Rund 114 Millimeter bedeuten 5x120, rund 106,5 Millimeter dagegen 5x112 und damit einen T4. Beide Verfahren erklärt der Ratgeber Lochkreise bei Felgen.

8. Winterräder für den Bus

Ein zweiter Radsatz lohnt sich beim Transporter besonders, weil das Fahrzeug oft ganzjährig und bei jedem Wetter bewegt wird. Eine Zollgröße kleiner als im Sommer ist verbreitet: Schmalere Reifen mit höherer Flanke bauen auf Schnee mehr Flächendruck auf, und die Felge steckt Streusalz und Bordsteinkontakt besser weg.

Die Traglast bleibt dabei dieselbe Anforderung wie im Sommer. Ein Bus wird im Winter nicht leichter, im Gegenteil: Winterausrüstung und Schneeketten kommen dazu.

9. Die Fahrzeugpapiere richtig lesen

Beim Transporter beantworten die Papiere mehr Fragen als bei jedem PKW, weil die Varianten so unterschiedlich sind.

Felder 15.1 und 15.2 nennen die ab Werk zugelassenen Rad-Reifen-Kombinationen. Bei Bussen stehen dort oft mehrere, weil verschiedene Radgrößen angeboten wurden.

Felder 7.1 und 7.2 geben die zulässigen Achslasten an, Feld F.1 die zulässige Gesamtmasse. Diese drei Zahlen bestimmen, welche Felge in Frage kommt.

Feld 22 enthält eingetragene Ausnahmen. Bei gebraucht gekauften Bussen steht dort häufig bereits eine abweichende Radgröße, die der Vorbesitzer hat abnehmen lassen.

10. Die häufigsten Fehler

Der erste und häufigste: T4-Felgen werden für einen T5 gekauft. 5x112 gegen 5x120, acht Millimeter, nicht überbrückbar.

Der zweite: Eine PKW-Felge mit 5x120 wird montiert, ohne die Traglast zu prüfen. Sie passt mechanisch, ist aber für die Achslast des Busses nicht ausgelegt.

Der dritte: Nach dem Wechsel auf eine andere Radgröße bleibt der Reifendruck unverändert. Beim Transporter mit seinen hohen Lasten ist der richtige Druck sicherheitsrelevant, nicht nur eine Frage des Verbrauchs.

Der vierte: Die Radschrauben werden nicht nachgezogen. Bei den Drehmomenten eines Transporters setzen sich Verbindungen in den ersten Kilometern messbar, und genau dafür ist das Nachziehen gedacht.

11. Gebrauchte Felgen für T5 und T6

Weil beide Baureihen weit verbreitet sind, ist das Angebot groß. Vier Punkte lohnen den genauen Blick, bevor du kaufst.

  • Prägung auf der Rückseite: Ohne Angabe von Breite, Einpresstiefe und Lochkreis kaufst du blind. Beim Bus ist zusätzlich die Tragfähigkeit entscheidend.
  • Herkunft: Ein Satz vom T4 hat 5x112 und passt nicht. Frag ausdrücklich nach der Baureihe, nicht nur nach „VW Bus“.
  • Felgenhorn: Tiefe Kerben durch Bordsteine können die Dichtfläche zum Reifen betreffen, was bei den Drücken eines Transporters kritischer ist als beim PKW.
  • Nabenauflage: Korrosion verhindert den plan aufliegenden Sitz. Bei hohen Radlasten führt das schneller zu Problemen als bei einem leichten Fahrzeug.

Von gerichteten oder geschweißten Alufelgen solltest du bei einem Fahrzeug dieser Gewichtsklasse grundsätzlich Abstand nehmen. Die ursprüngliche Festigkeit ist nach einer solchen Reparatur nicht mehr gegeben, und die Kräfte an einem beladenen Bus sind erheblich.

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FAQ: Häufige Fragen zum Lochkreis des VW Transporters

Welchen Lochkreis hat der VW T5?

Der VW T5 hat 5x120, also fünf Schrauben auf einem Kreis von 120 Millimetern Durchmesser. Dasselbe gilt für T6, T6.1 und T7.

Passen T4-Felgen auf einen T5?

Nein. Der T4 fährt mit 5x112, der T5 mit 5x120. Der Unterschied beträgt acht Millimeter im Lochkreisdurchmesser und lässt sich nicht überbrücken.

Haben T5 und T6 denselben Lochkreis?

Ja, beide fahren mit 5x120. Unterschiede gibt es bei Serienradgrößen und teilweise bei den Achslasten, nicht bei der Radbefestigung.

Kann ich BMW-Felgen mit 5x120 auf meinen T5 montieren?

Der Lochkreis stimmt überein, aber PKW-Felgen sind häufig nicht für die Radlast eines Transporters ausgelegt. Prüfe die Tragfähigkeitsangabe im Gutachten, bevor du kaufst.

Wo finde ich passende Felgen für meinen T5 oder T6?

In der Kollektion Felgen mit Lochkreis 5x120, filterbar nach Zollgröße, Einpresstiefe und Design.

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