Welche Größen vergleichen Sie?
Ergebnis für →
- Abweichung Durchmesser gegenüber der aktuellen Größe
- Durchmesser vorher
- Flankenhöhe vorher
- Bodenfreiheit halbe Durchmesseränderung
- Bei Tacho-Anzeige 100
Gerechnet wird die Nenngeometrie aus Breite, Querschnitt und Felgendurchmesser. Der tatsächliche Abrollumfang eines Reifens hängt zusätzlich von Bauart, Last und Luftdruck ab und liegt etwas darunter, für den Vergleich zweier Größen spielt das keine Rolle.
So arbeitet der Rechner
Was passiert, wenn Sie die Reifengröße ändern?
Eine Reifengröße ist keine Stilfrage, sondern eine Rechnung. Breite, Querschnitt und Felgendurchmesser ergeben zusammen einen Abrollradius, und an dem hängen Tachoanzeige, Bodenfreiheit, Federungskomfort und der Platz im Radhaus. Der Rechner oben vergleicht zwei Größen und zeigt in einer Zahl, wie weit die neue von der alten abweicht.
- 3
- Zahlen ergeben eine Reifengröße
- 25,4 mm
- entspricht einem Zoll
- 518
- Reifen im Sortiment
- 0 €
- kostenlos, ohne Anmeldung
Grundlage
So lesen Sie eine Reifengröße
Auf der Flanke steht zum Beispiel 255/55 R18 105V. Jeder Teil hat eine eigene Bedeutung, und nur die ersten drei gehen in die Geometrie ein.
| Teil | Bedeutung | Im Rechner |
|---|---|---|
| 255 | Laufflächenbreite in Millimetern | Feld Breite |
| 55 | Höhe der Flanke in Prozent der Breite, hier 140 mm | Feld Querschnitt |
| R | Radialbauart | nicht relevant |
| 18 | Felgendurchmesser in Zoll | Feld Zoll |
| 105 | Tragfähigkeitskennzahl je Reifen | nicht relevant |
| V | Geschwindigkeitskennzahl | nicht relevant |
Der Querschnitt ist ein Verhältnis, kein fester Wert. Deshalb ändert sich die Flankenhöhe mit, sobald Sie die Breite anfassen, auch wenn die Prozentzahl gleich bleibt. Genau daran scheitern die meisten Umbauten, die hinterher nicht passen.
Auswirkungen
Was sich mit dem Abrollradius ändert
Die Tachoanzeige
Der Tacho zählt Radumdrehungen und rechnet sie mit dem ab Werk hinterlegten Umfang in eine Geschwindigkeit um. Wird der Reifen größer, legt das Rad je Umdrehung mehr Weg zurück, und die Anzeige rutscht gegenüber vorher nach unten. Ein kleinerer Reifen dreht die Wirkung um. Der Rahmen dafür ist die UNECE-Regelung Nr. 39: Der Tacho darf nie weniger als die tatsächliche Geschwindigkeit anzeigen, nach oben höchstens 10 Prozent plus 4 km/h. Größere Reifen verbrauchen also den werksseitigen Vorlauf, kleinere vergrößern ihn. Wie viel Vorlauf Ihr Fahrzeug ab Werk hat, weiß der Rechner nicht.
Die Bodenfreiheit
Sie ändert sich um die Hälfte der Durchmesseränderung, weil nur der untere Halbmesser zwischen Nabe und Straße liegt. Aus zwölf Millimetern mehr Durchmesser werden sechs Millimeter mehr Höhe.
Der Komfort
Bei gleichem Außendurchmesser bedeutet mehr Zoll zwangsläufig weniger Flanke. Die Flanke ist das einzige federnde Element zwischen Felge und Fahrbahn, kurze Flanken übertragen Stöße direkter.
Der Platz im Radhaus
Breitere und höhere Reifen brauchen mehr Raum, auch beim Einfedern und im Lenkeinschlag. Der Rechner kennt Ihr Radhaus nicht, er kann diesen Punkt benennen, aber nicht beantworten.
Die Regel
Zollsprung heißt: Zoll rauf, Querschnitt runter
Wer von 18 auf 19 Zoll geht, gewinnt 25,4 Millimeter Felgendurchmesser. Damit der Abrollradius gleich bleibt, muss die Flanke diese Differenz wieder abgeben, also rund 12,7 Millimeter je Seite. In der Praxis geht das über einen kleineren Querschnitt, oft zusammen mit etwas mehr Breite.
| Von | Auf | Abweichung | Einordnung |
|---|---|---|---|
| 225/45 R18 | 255/35 R19 | +0,2 % | sauberer Zollsprung |
| 205/55 R16 | 225/45 R17 | +0,4 % | sauberer Zollsprung |
| 235/65 R17 | 265/65 R17 | +5,3 % | Querschnitt nicht angepasst |
Die dritte Zeile ist der häufigste Fehler: Es wird nur breiter gewählt und die Prozentzahl beibehalten. Weil der Querschnitt ein Verhältnis ist, wächst die Flanke automatisch mit, und der Reifen wird über fünf Prozent größer. Bei Geländewagen ist das manchmal gewollt, muss dann aber freigegeben sein.
Verbindlichkeit
Was der Rechner nicht entscheidet
Die Rechnung sagt Ihnen, wie weit zwei Größen auseinanderliegen. Sie sagt nicht, ob Sie eine Größe fahren dürfen. In der Reifenbranche ist als Faustregel ein Fenster von etwa minus 2,5 bis plus 1,5 Prozent beim Abrollumfang verbreitet, damit die Tachoanzeige im zulässigen Rahmen bleibt; das ist eine Orientierung, keine Rechtsnorm und keine Freigabe. Verbindlich sind allein Ihre Fahrzeugpapiere mit den eingetragenen Rad- und Reifenkombinationen, die ABE oder das Teilegutachten des Rades mit dem dort beschriebenen Verwendungsbereich samt Auflagen, und bei allem, was dadurch nicht gedeckt ist, die Abnahme bei einer amtlich anerkannten Prüforganisation vor der ersten Fahrt.
Keine Beratung, keine Freigabe: Der Rechner und dieser Text dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine fachliche Beratung und keine Prüfung durch eine amtlich anerkannte Prüforganisation. Sprechen Sie eine geplante Rad-Reifen-Kombination vor Kauf und Montage immer mit der Prüfstelle ab. Alle Angaben ohne Gewähr; für Entscheidungen auf Grundlage dieser Berechnung übernehmen wir keine Haftung. Wie eine Abnahme abläuft und was Sie dazu mitbringen, steht im Ratgeber Felgen eintragen lassen.
Grenzen
Was dieses Werkzeug nicht kann
Gerechnet wird die Nenngeometrie aus den drei Zahlen der Größenangabe. Der tatsächlich abgerollte Umfang eines Reifens liegt darunter, weil sich der Reifen unter Last verformt, und er hängt zusätzlich von Bauart und Luftdruck ab. Für den Vergleich zweier Größen spielt das keine Rolle, weil sich der Effekt auf beiden Seiten weitgehend aufhebt. Für eine absolute Umfangsangabe in Millimetern wäre es falsch, deshalb gibt der Rechner den Umfang nur als Verhältnis aus. Wir haben die Rechnung gegen veröffentlichte ETRTO-Normwerte geprüft: Über 421 Reifengrößen liegt der Norm-Abrollumfang bei rund 97 Prozent des Nennumfangs, und das Verhältnis zweier Größen weicht zwischen Norm und Nenngeometrie um weniger als 0,2 Prozentpunkte ab.
Ebenfalls nicht enthalten: Radhausfreigang, Lenkeinschlag, Sturz, Fahrwerkshöhe, Bremsanlagenfreigang und die Traglast des einzelnen Reifens. Für die radseitigen Werte Lochkreis, Einpresstiefe und Nabenbohrung nutzen Sie den Felgen-Konfigurator, der mit den Werksdaten Ihrer Modellgeneration arbeitet.
Häufige Fragen zum Reifenrechner
Wie viel Abweichung von der Originalgröße ist zulässig?
Wie viel Abweichung von der Originalgröße ist zulässig?
Dafür gibt es keine allgemeingültige Prozentzahl. Zulässig ist, was in Ihren Fahrzeugpapieren eingetragen ist oder was die ABE beziehungsweise das Teilegutachten des Rades für Ihr Fahrzeug freigibt. Der Rechner liefert deshalb die gemessene Abweichung und eine Einordnung, wie stark sich Tacho und Bodenfreiheit dadurch verändern, aber keine Freigabe. Alles, was nicht eingetragen und nicht durch eine ABE gedeckt ist, gehört vor der ersten Fahrt zu einer amtlich anerkannten Prüforganisation.
Warum zeigt der Rechner keinen Abrollumfang in Millimetern?
Warum zeigt der Rechner keinen Abrollumfang in Millimetern?
Weil die Zahl irreführend wäre. Aus den drei Zahlen der Größenangabe lässt sich nur der Nennumfang berechnen, also Durchmesser mal Pi. Der Umfang, den ein Reifen tatsächlich abrollt, liegt darunter, weil sich der Reifen unter Last verformt, und hängt zusätzlich von Bauart und Luftdruck ab. Für den Vergleich zweier Größen hebt sich dieser Effekt weitgehend auf, deshalb gibt der Rechner die Veränderung in Prozent aus statt einen Absolutwert, der so nicht stimmt.
Zeigt mein Tacho falsch, wenn ich größere Reifen fahre?
Zeigt mein Tacho falsch, wenn ich größere Reifen fahre?
Er zeigt anders. Der Tacho zählt Radumdrehungen und rechnet sie mit dem ab Werk hinterlegten Umfang um. Ein größerer Reifen legt je Umdrehung mehr Weg zurück, angezeigt wird dann weniger, als Sie tatsächlich fahren. Ein kleinerer Reifen dreht das um. Der Rechner zeigt Ihnen unter „Bei Tacho 100", welche Geschwindigkeit bei angezeigten 100 km/h rechnerisch anliegt.
Wie finde ich zur neuen Größe die passende Felge?
Wie finde ich zur neuen Größe die passende Felge?
Der Reifenrechner arbeitet nur mit der Reifengeometrie. Ob eine Felge an Ihr Fahrzeug passt, entscheiden Lochkreis, Einpresstiefe, Nabenbohrung und Traglast. Diese Werte liefert der Felgen-Konfigurator aus den Werksdaten Ihrer Modellgeneration. Praktischer Weg: erst dort das Fahrzeug wählen, dann hier die Wunschgröße gegenrechnen.
Warum wird der Reifen breiter, obwohl ich nur die Breite ändere?
Warum wird der Reifen breiter, obwohl ich nur die Breite ändere?
Weil der Querschnitt ein Verhältnis ist und keine feste Höhe. Die 55 in 255/55 R18 bedeutet: Die Flanke ist 55 Prozent der Laufflächenbreite hoch. Wenn Sie die Breite erhöhen und den Querschnitt beibehalten, wächst die Flanke automatisch mit, und der Reifen wird nicht nur breiter, sondern auch deutlich größer im Durchmesser. Bei einem Wechsel von 235/65 R17 auf 265/65 R17 sind das über fünf Prozent. Wer die Breite erhöht und den Durchmesser halten will, muss den Querschnitt senken.
Muss ich die neue Größe eintragen lassen?
Muss ich die neue Größe eintragen lassen?
Nur wenn sie nicht bereits in den Fahrzeugpapieren steht und auch nicht durch die ABE des Rades gedeckt ist. Welcher Fall vorliegt, sehen Sie in Ihren Papieren und in der Freigabe des Rades. Wie eine Abnahme abläuft und was Sie dazu mitbringen, steht ausführlich im Ratgeber Felgen eintragen lassen.