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Lochkreis Audi A1: 5x100 für beide Generationen

Der Audi A1 ist der Kleinwagen der Marke und teilt seine technische Basis mit anderen Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns. Das wirkt sich direkt auf den Lochkreis aus und damit auf die Auswahl an Felgen, die du fahren kannst.

1. Der Lochkreis des Audi A1

Der Audi A1 hat den Lochkreis 5x100: fünf Radschrauben auf einem Kreis mit 100 Millimetern Durchmesser. Das gilt für die erste Generation ab 2010 ebenso wie für den Sportback und die spätere Allstreet-Variante.

Variante Baujahre Lochzahl Lochkreis
A1 und S1 2010–2018 5 5x100
A1 und S1 Sportback 2012–2018 5 5x100
A1 Sportback (zweite Generation) seit 2018 5 5x100
A1 Allstreet und City Carver seit 2019 5 5x100

Passende Felgen findest du gebündelt unter Felgen mit Lochkreis 5x100. Eine Übersicht über alle Audi-Baureihen liefert die Seite Lochkreis Audi, alle Marken im Vergleich stehen unter Lochkreis nach Marke.

Hinweis: Der A1 nutzt 5x100 wie viele kompakte Modelle des Konzerns. Trotzdem gilt: Die Einpresstiefe entscheidet, ob das Rad sauber im Radhaus steht oder außen ansteht. Übernimmst du Felgen von einem anderen Fahrzeug mit 5x100, vergleiche zuerst die ET und dann erst die Optik.

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2. Der A1 fällt bei Audi aus der Reihe

Die meisten Audi-Modelle fahren mit 5x112: A3, A4, A6, Q5 und viele weitere. Der A1 ist die Ausnahme, weil er auf der Kleinwagen-Plattform des Konzerns aufbaut und deren Maß übernimmt.

Praktisch heißt das: Ein Radsatz vom A3 oder A4 passt nicht auf den A1. Umgekehrt teilen sich A1, Polo, Ibiza und Fabia dasselbe Maß, was den Gebrauchtmarkt für passende Räder deutlich vergrößert.

Warum das immer wieder zu Fehlkäufen führt

Wer beim Händler oder im Kleinanzeigenmarkt nach „Audi-Felgen“ sucht, bekommt in der überwiegenden Zahl der Fälle 5x112 angeboten. Zwölf Millimeter Unterschied im Lochkreis sind optisch kaum zu erkennen, technisch aber entscheidend. Prüfe deshalb immer die Prägung auf der Rückseite der Felge, dort steht eine Kennung wie 7Jx17 H2 ET36 5/100.

3. Den Lochkreis selbst nachmessen

Ohne Prägung hilft ein Messschieber. Bei fünf Bohrungen liegt keine Bohrung einer anderen direkt gegenüber, quer messen funktioniert also nicht.

Miss stattdessen von der Mitte einer Bohrung zur Mitte der übernächsten. Dieser Abstand entspricht dem 0,951-fachen des Lochkreisdurchmessers. Rund 95 Millimeter bedeuten 5x100, rund 106,5 Millimeter dagegen 5x112. Beide Verfahren erklärt der Ratgeber Lochkreise bei Felgen im Detail.

4. Einpresstiefe: beim A1 besonders eng

Die Einpresstiefe bestimmt, wie weit das Rad im Radhaus steht. Der A1 hat kurze Überhänge und knapp geschnittene Radläufe, der Spielraum ist also gering.

Eine zu kleine Einpresstiefe schiebt das Rad nach außen und führt bei eingefedertem Fahrwerk schnell zu Kontakt mit dem Radlauf. Eine zu große lässt das Rad zu weit innen stehen, was optisch unruhig wirkt und im Extremfall den Freigang zum Federbein betrifft.

Zentrierringe und Radschrauben

Zubehörfelgen haben in der Regel eine größere Nabenbohrung als die Radnabe deines Fahrzeugs. Die Differenz gleichen Zentrierringe aus. Sie tragen keine Last, sondern stellen sicher, dass das Rad beim Anziehen exakt mittig sitzt.

Dazu gehören passende Radschrauben mit korrekter Länge und Kopfform sowie das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment, nach den ersten Kilometern einmal nachgezogen.

5. Eintragung und Freigabe

Ob eine Rad-Reifen-Kombination ohne weitere Abnahme gefahren werden darf, entscheidet das Gutachten der Felge für deinen konkreten Fahrzeugtyp:

  • EG-Typgenehmigung oder ABE ohne Auflagen: in der Regel eintragungsfrei, Unterlagen mitführen
  • Teilegutachten oder ABE mit Auflagen: Abnahme durch eine amtlich anerkannte Prüforganisation und anschließende Eintragung erforderlich

Der S1 mit seiner stärkeren Motorisierung und größeren Bremsanlage hat teils andere Freigaben als der normale A1. Achte darauf, dass das Gutachten deine Variante ausdrücklich nennt.

6. Größere Felgen: was am A1 funktioniert

Der A1 trägt größere Zollgrößen optisch gut, weil die kompakte Karosserie von füllenden Rädern profitiert. Zwei Grenzen solltest du kennen.

Erstens der Komfort: Mit jedem Zoll mehr schrumpft die Reifenflanke. Der A1 ist ohnehin straff abgestimmt, große Felgen verschärfen das auf schlechten Straßen deutlich.

Zweitens das Gewicht: An einem leichten Fahrzeug wirkt sich zusätzliche ungefederte Masse stärker aus als an einer schweren Limousine. Ein schwerer Radsatz kostet Beschleunigung und macht sich beim Verbrauch bemerkbar.

7. Winterräder für den A1

Ein zweiter Satz in kleinerer Zollgröße ist für den Winter die bewährte Wahl. Schmalere Reifen mit höherer Flanke greifen auf Schnee besser, und die Felge steckt Streusalz und Bordsteinkontakt leichter weg.

Achte darauf, dass die Winterkombination in den Papieren oder im Gutachten steht. Mit der Radgröße ändern sich auch die vorgeschriebenen Reifendruckwerte, die Angaben im Türholm gelten nur für die dort genannten Größen.

8. Gebrauchte Felgen für den A1 kaufen

Weil 5x100 im Konzern verbreitet ist, findest du viele gebrauchte Sätze, häufig von Polo, Ibiza oder Fabia. Vier Punkte lohnen den genauen Blick:

  • Lochkreis auf der Prägung: 5/100 und nicht 5/112, das ist beim A1 der häufigste Fehler
  • Einpresstiefe: Sätze von anderen Konzernmodellen können abweichen
  • Felgenhorn: tiefe Kerben durch Bordsteine betreffen die Dichtfläche zum Reifen
  • Nabenauflage: Korrosion verhindert den plan aufliegenden Sitz und führt zu Vibrationen

Gerichtete oder geschweißte Alufelgen haben ihre ursprüngliche Festigkeit nicht mehr. Von solchen Angeboten solltest du unabhängig vom Preis Abstand nehmen.

9. Die Fahrzeugpapiere richtig lesen

Bevor du suchst, lohnt der Blick in die Zulassungsbescheinigung Teil I. Sie nennt die Werte, an denen sich alles Weitere ausrichtet.

In den Feldern 15.1 und 15.2 stehen die Rad-Reifen-Kombinationen, mit denen dein A1 zugelassen wurde. Beim S1 stehen dort andere Werte als beim Basismodell, weil Bremsanlage und Fahrwerk abweichen.

Die Felder 7.1 und 7.2 geben die zulässigen Achslasten an. Aus ihnen leitest du die Mindesttragfähigkeit je Rad ab, indem du durch zwei teilst.

Feld 22 enthält bereits eingetragene Ausnahmen. Bei gebraucht gekauften Fahrzeugen steht dort häufig eine größere Radgröße, die der Vorbesitzer hat abnehmen lassen.

10. Abrollumfang beim Größenwechsel

Wenn du auf eine größere Felge wechselst, muss die Reifenhöhe entsprechend sinken, damit der Abrollumfang annähernd gleich bleibt. Weicht er zu stark ab, zeigt der Tacho falsch, und Systeme wie ABS und Stabilitätskontrolle rechnen mit fehlerhaften Geschwindigkeiten.

Die Faustregel lautet: Ein Zoll mehr Felgendurchmesser wird durch etwa zehn Prozentpunkte weniger Querschnitt ausgeglichen. Aus einer 195/65 R15 wird so beispielsweise eine 205/55 R16. Die genaue Kombination muss aber im Gutachten stehen, die Faustregel ersetzt keine Freigabe.

11. Die häufigsten Fehler beim A1

Der häufigste Fehler ist der Griff zu 5x112, weil das bei Audi das geläufige Maß ist. Der A1 fährt als einziges Modell der Marke 5x100, und der Unterschied lässt sich nicht überbrücken.

Der zweite: Ein Satz vom Polo oder Ibiza wird ohne Prüfung der Einpresstiefe übernommen. Der Lochkreis stimmt, die Position im Radhaus aber nicht zwangsläufig.

Der dritte: Zentrierringe werden als Zubehör betrachtet, das man weglassen kann. Ohne sie sitzt das Rad nicht mittig, und das Ergebnis sind Vibrationen, die keine Wuchtmaschine beseitigt.

12. Der S1 als Sonderfall

Der S1 teilt zwar den Lochkreis mit dem normalen A1, unterscheidet sich sonst aber deutlich. Er hat Allradantrieb, mehr Leistung, ein anderes Fahrwerk und eine größere Bremsanlage an der Vorderachse.

Für die Felgenwahl bedeutet das zweierlei. Erstens muss der Freigang zur Bremse geprüft werden: Eine Felge, die am A1 problemlos sitzt, kann am S1 an der Bremszange streifen. Das hängt weniger vom Durchmesser ab als von der Speichengeometrie im Innenbereich.

Zweitens sind die Achslasten höher, weil der Allradantrieb Gewicht mitbringt. Die Tragfähigkeit der Felge sollte entsprechend Reserve haben. Achte deshalb darauf, dass das Gutachten den S1 ausdrücklich nennt und nicht nur den A1.

13. Felgen pflegen und einlagern

Der A1 wird häufig ganzjährig in der Stadt bewegt, wo Streusalz und Bremsstaub zusammenkommen. Beides greift die Beschichtung an, besonders an Stellen, die durch Steinschlag bereits vorgeschädigt sind.

Spüle die Räder im Winter regelmäßig mit klarem Wasser ab, auch von innen. Vor dem Einlagern gilt dasselbe: Salzrückstände arbeiten über den Sommer weiter. Wie du dabei vorgehst, ohne die Oberfläche anzugreifen, steht im Ratgeber Felgen reinigen und pflegen.

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FAQ: Häufige Fragen zum Lochkreis des Audi A1

Welchen Lochkreis hat der Audi A1?

Der Audi A1 hat 5x100, also fünf Schrauben auf einem Kreis von 100 Millimetern Durchmesser. Das gilt für beide Generationen einschließlich Sportback und Allstreet.

Passen A3-Felgen auf den A1?

Nein. Der A3 hat 5x112, der A1 dagegen 5x100. Die zwölf Millimeter Unterschied lassen sich nicht überbrücken.

Passen Polo-Felgen auf den Audi A1?

Der Lochkreis stimmt bei beiden, sie nutzen 5x100. Ob die Felge tatsächlich passt, entscheiden zusätzlich Einpresstiefe, Nabenbohrung und die Freigabe im Gutachten für deinen Fahrzeugtyp.

Hat der A1 Allstreet einen anderen Lochkreis?

Nein, auch der Allstreet fährt mit 5x100. Er ist höhergelegt, was den Radlauf betrifft, nicht die Radbefestigung.

Wo finde ich passende Felgen für meinen A1?

In der Kollektion Felgen mit Lochkreis 5x100, filterbar nach Zollgröße, Einpresstiefe und Design.

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