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Felgen für den Audi A3: Größen, Lochkreis und Einpresstiefe

Die direkte Antwort vorweg: Der Audi A3 fährt in den Generationen 8P, 8V und 8Y auf dem Lochkreis 5x112 mit einer Nabenbohrung von 57,1 mm und Radbolzen M14x1,5. Das gilt für Sportback, Limousine und Cabrio gleichermaßen – die Karosserieform ändert an diesen drei Werten nichts. Abweichend ist nur der Vorgänger 8L (1996–2003): Er nutzt noch 5x100 und ist damit felgentechnisch ein anderes Fahrzeug. Wer beim Gebrauchtkauf einen frühen A3 vor sich hat, muss diesen Punkt zuerst klären, bevor er über Zollgrößen nachdenkt.

Damit ist die halbe Arbeit erledigt, aber eben nur die halbe. Lochkreis und Nabenbohrung entscheiden darüber, ob ein Rad auf die Nabe geht. Ob es auch funktioniert, hängt an Einpresstiefe, Felgenbreite, Bremsenfreigängigkeit und der Freigabe im Radgutachten. Dieser Guide geht die Generationen einzeln durch, erklärt das ET-Fenster am A3, warum die 57,1 mm im VW-Konzern fast immer einen Zentrierring nötig machen, was S3 und RS3 nach unten begrenzt und was du für ein Winterrad brauchst.

Hinweis: Rechtsstand und Prüfdatum: 18.08.2026, Deutschland. Zulässige Rad-Reifen-Kombinationen sind immer fahrzeugindividuell. Maßgeblich sind die Fahrzeugpapiere, die ABE bzw. das Teilegutachten des jeweiligen Rades und im Zweifel die Beurteilung durch eine amtlich anerkannte Prüfstelle. Dieser Beitrag ersetzt keine fahrzeugindividuelle Prüfung und gibt keine Passgarantie.

Hinweis: Audi, A3, Sportback, S3 und RS3 sind Bezeichnungen des Fahrzeugherstellers. Sie werden hier ausschließlich beschreibend verwendet, um Fahrzeugmodelle zu benennen. zrshop ist ein unabhängiger Händler für Felgen und Räder und weder Vertragspartner noch Vertrags­händler des Fahrzeugherstellers.

1. Der Audi A3 nach Generation: Lochkreis, Nabenbohrung, ET und Werksgrößen

Drei Generationen sind heute praktisch relevant. Sie teilen den Lochkreis, unterscheiden sich aber in Karosserievarianten, Werksgrößen und im typischen ET-Fenster – und genau diese Unterschiede entscheiden darüber, ob ein gebraucht gekaufter Radsatz aus einer anderen Generation am Ende sinnvoll passt.

Generation Bauzeit Karosserien Lochkreis Nabenbohrung Radbolzen Typisches ET-Fenster Gängige Werks-Zollgrößen
8P 2003–2013 Dreitürer, Sportback (ab 2004), Cabriolet (ab 2008) 5x112 57,1 mm M14x1,5 ca. ET 45 bis ET 54 16 bis 18 Zoll
8V 2012–2020 Dreitürer, Sportback, Limousine (ab 2013), Cabriolet (ab 2014) 5x112 57,1 mm M14x1,5 ca. ET 43 bis ET 52 16 bis 19 Zoll
8Y ab 2020 Sportback, Limousine 5x112 57,1 mm M14x1,5 ca. ET 40 bis ET 52 16 bis 19 Zoll

Vorbehalt zur Tabelle: Die ET-Fenster und Zollgrößen sind Orientierungsbereiche aus Serienausstattungen und gängigen Radgutachten – keine Freigabe für dein Fahrzeug. Je nach Motorisierung, Ausstattungslinie, Fahrwerk und Markt weichen einzelne Werte ab; besonders der 8P streut über seine lange Bauzeit spürbar, und Modelle mit Sportfahrwerk oder größerer Bremsanlage haben engere Grenzen. Verbindlich sind allein die Angaben in deinen Fahrzeugpapieren und im Gutachten des konkreten Rades. Wie du die relevanten Felder findest, erklärt der Ratgeber Fahrzeugschein erklärt; ob ein bestimmtes Rad für deinen A3 gelistet ist, lässt sich über die KBA-Nummer nachvollziehen.

Der Lochkreis selbst ist ein hartes Ausschlusskriterium: 5x112 heißt fünf Bohrungen auf einem Teilkreis von 112 mm, und schon eine Abweichung von wenigen Millimetern – etwa das benachbarte 5x114,3 – führt dazu, dass die Bolzen nicht sauber zentrisch anliegen. Bei fünf Löchern lässt sich der Teilkreis nicht einfach von Mitte zu Mitte gegenüberliegender Löcher messen; wie es richtig geht, steht in Lochkreise bei Felgen: Bedeutung und Messung.

Bei den gängigen Rad-Reifen-Kombinationen orientieren sich die meisten A3-Fahrer an diesen vier Stufen:

Zollgröße Übliche Felgenbreite Häufige Reifendimension Einordnung
16 Zoll 6,5 bis 7,0 Zoll 205/55 R16 Basis- und Winterdimension, komfortabel, günstig im Reifen
17 Zoll 7,0 bis 7,5 Zoll 225/45 R17 der Allrounder; häufigste Größe am A3 über alle Generationen
18 Zoll 7,5 bis 8,0 Zoll 225/40 R18, 235/40 R18 sportlich, Serie bei vielen S-line-Ausstattungen und beim S3
19 Zoll 8,0 bis 8,5 Zoll 235/35 R19 obere Grenze; ab Werk vor allem bei 8V, 8Y sowie S3 und RS3

Nach oben ist am A3 in der Praxis bei 19 Zoll Schluss. Größer ist technisch denkbar, verlangt aber ein passendes Gutachten, lässt kaum noch Reifenflanke übrig und verschlechtert den Abrollkomfort deutlich – auf einem Kompaktwagen mit vergleichsweise kurzem Radstand fällt das stärker auf als auf einer großen Limousine. Wenn du zwischen 17 und 18 Zoll schwankst, hilft der Vergleich in 18-Zoll-Felgen: Ratgeber, und wie Felgenbreite und Reifenbreite zusammenhängen, erklärt Felgen- und Reifenbreite.

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2. Nabenbohrung 57,1 mm: warum der Zentrierring am A3 die Regel ist

Die 57,1 mm sind kein A3-Sonderweg, sondern der klassische Nabendurchmesser vieler Fahrzeuge im VW-Konzern. Er begleitet den A3 durch alle drei Generationen und führt beim Felgenkauf regelmäßig zu derselben Frage: Warum steht auf dem gewünschten Rad 66,6 mm oder 70,1 mm?

Die Antwort ist Fertigungslogik. Zubehörhersteller bauen ein Felgenmodell nicht für ein einziges Fahrzeug, sondern für eine ganze Gruppe. Deshalb wird die Mittenbohrung großzügig ausgelegt – sie muss mindestens so groß sein wie der größte Nabenzapfen aller Fahrzeuge im Verwendungsbereich. Die Anpassung an das konkrete Auto übernimmt dann ein Zentrierring, der die Differenz spielfrei ausfüllt.

Das ist kein Provisorium und kein Qualitätsmangel, sondern die vorgesehene Bauweise. Wichtig ist nur, dass der Ring exakt zur Kombination passt: Außendurchmesser gleich der Nabenbohrung der Felge, Innendurchmesser gleich dem Nabenzapfen des Fahrzeugs. Für den A3 sind deshalb vor allem zwei Kombinationen relevant – die Hülse 66,6 auf 57,1 mm und die Variante 60,1 auf 57,1 mm, je nachdem, wie das gewählte Rad ausgelegt ist.

Ein häufiges Missverständnis: Der Ring trägt nicht das Fahrzeuggewicht. Die Last wird über die Reibung zwischen Radschale und Nabenflansch übertragen, die die Radbolzen erzeugen. Der Zentrierring sorgt dafür, dass das Rad beim Anziehen exakt mittig sitzt – und verhindert damit das typische Vibrieren im Lenkrad bei höherem Tempo. Was passiert, wenn man ihn weglässt, und warum bolzenzentrierte Konstruktionen ein Sonderfall sind, ordnet Felgen ohne Zentrierringe fahren ein. Die Grundlagen zur Montage stehen in Perfekte Zentrierung mit Zentrierringen und im Leitfaden zu Zentrierringen.

Hinweis: Kaufe den Zentrierring immer zusammen mit dem Rad. Die benötigte Größe ergibt sich aus der Nabenbohrung des konkreten Felgenmodells, nicht aus dem Fahrzeug allein. Wer den Ring nachträglich bestellt, hat den Radsatz oft schon montiert – und muss noch einmal auf die Hebebühne.

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3. Einpresstiefe am A3: das ET-Fenster und was Abweichungen bewirken

Die Einpresstiefe beschreibt, wie weit die Radauflagefläche gegenüber der Mittelebene des Rades versetzt ist. Eine hohe ET zieht das Rad nach innen ins Radhaus, eine niedrige ET schiebt es nach außen. Der A3 bewegt sich über alle Generationen in einem vergleichsweise hohen ET-Bereich – grob zwischen ET 40 und ET 54, mit dem Schwerpunkt um ET 45 bis ET 50. Das ist typisch für frontgetriebene Kompaktwagen mit McPherson-Vorderachse.

Was passiert bei Abweichungen? Beide Richtungen haben eine klare Wirkung:

  • ET zu niedrig (Rad steht weiter außen): Die Spurweite wächst, das Rad kann am Radlauf oder an der Innenkante des Kotflügels streifen – vor allem beim Einfedern mit Beladung oder bei vollem Lenkeinschlag. Gleichzeitig vergrößert sich der Hebelarm zum Radlager, was Radlager und Radaufhängung stärker belastet.
  • ET zu hoch (Rad steht weiter innen): Der Abstand zum Federbein, zum Bremssattel und zu Lenkungsteilen schrumpft. Kontakt am Federbein ist der häufigste Grund, warum ein optisch passendes Gebrauchtrad am Ende doch nicht montiert werden kann.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Faustregel, ein paar Millimeter ET seien immer unkritisch. Richtig ist: Ob eine Abweichung zulässig ist, steht nicht im Internet, sondern im Verwendungsbereich der ABE bzw. im Teilegutachten des Rades – und dort steht sie fahrzeugspezifisch, oft mit Auflagen wie Bearbeitung des Radlaufs oder Beschränkung auf bestimmte Reifendimensionen. Die Systematik dahinter, inklusive Berechnung der Spurveränderung, erklärt der Fachartikel Einpresstiefe bei Felgen: der ultimative Guide ausführlich. Ebenfalls zu prüfen: die Tragfähigkeit des Rades, die zur Achslast passen muss – die Rechnung dazu steht in Felgen-Traglast berechnen.

4. S3 und RS3: die Bremsanlage bestimmt die Untergrenze

Bei den Topmodellen ändert sich an Lochkreis und Nabenbohrung nichts – auch S3 und RS3 fahren 5x112 auf 57,1 mm. Was sich ändert, ist die Untergrenze der Zollgröße, und zwar aus einem rein mechanischen Grund: Die vorderen Bremsscheiben und vor allem die Bremssättel sind deutlich größer als beim Basisfahrzeug und brauchen Bauraum hinter der Radschale.

Praktisch bedeutet das eine klare Abstufung:

  • A3 mit Basis- oder mittlerer Motorisierung: 16 Zoll sind in aller Regel darstellbar und die klassische Winterdimension.
  • S3 (8P, 8V, 8Y): Die kleinste sinnvolle Größe liegt in der Regel bei 18 Zoll; ab Werk kamen 18 und 19 Zoll zum Einsatz. 17 Zoll scheitern meist am Bremssattel.
  • RS3 (8P, 8V, 8Y): hier gilt praktisch 19 Zoll als Werksgröße. Die größere Vorderachsbremse schließt kleinere Dimensionen in der Regel aus.

Eine Besonderheit betrifft den RS3 der Generation 8Y: Er fährt ab Werk eine größere Reifenbreite vorn als hinten – gängig sind 265/30 R19 vorn und 245/35 R19 hinten. Das ist unter Serienfahrzeugen ungewöhnlich und hat Konsequenzen für den Radkauf: Ein Satz aus vier identischen Rädern und Reifen entspricht dann nicht mehr der Werkskonfiguration, und die abweichende Kombination muss in der Freigabe des Rades ausdrücklich abgedeckt sein. Auch beim Winterrad ist das relevant, weil sich die Dimension nicht einfach nach unten übertragen lässt.

Hinweis: Maßgeblich ist die vom Hersteller angegebene Mindestraddimension. Sie ist keine Empfehlung, sondern eine technische Grenze – ein Rad, das am Bremssattel anliegt, ist nicht fahrbar, auch wenn es sich mit Gewalt aufschieben lässt. Bei S3 und RS3 lohnt es sich, vor dem Kauf eines Winterradsatzes die Freigängigkeit gezielt zu prüfen, statt von der Basisversion auszugehen.

5. Plattformverwandtschaft: Golf, Leon und Octavia

Der A3 teilt sich seine technische Basis mit mehreren Konzernmodellen. Der 8P steht auf derselben Plattform wie Golf 5 und Golf 6, Seat Leon der Baureihe 1P und Skoda Octavia der zweiten Generation. Der 8V und der 8Y nutzen den modularen Querbaukasten, auf dem auch Golf 7 und Golf 8, Leon III und IV sowie Octavia III und IV aufbauen. Genau deshalb finden sich am Gebrauchtmarkt so viele passende Radsätze – und genau deshalb entstehen auch die meisten Fehlkäufe.

Die nüchterne Einordnung: Gleicher Lochkreis und gleiche Nabenbohrung sind eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung. Drei Dinge unterscheiden sich trotz gemeinsamer Plattform regelmäßig:

  • Bremsanlage: Ein Rad vom Basis-Octavia kann am S3 an der Bremse scheitern, obwohl die Anschlussmaße stimmen.
  • Freigang im Radhaus: Kotflügelverlauf, Federbein und Fahrwerkskomponenten unterscheiden sich zwischen Modellen und Ausstattungen – der reine ET-Wert sagt darüber wenig aus.
  • Radgutachten: Die ABE oder das Teilegutachten listet einzelne Fahrzeugtypen samt Auflagen. Steht dein A3-Typ dort nicht drin, hilft die Plattformverwandtschaft rechtlich nicht weiter.

Der praktische Nutzen der Verwandtschaft liegt woanders: Die Auswahl an Zubehörfelgen in 5x112 ist riesig, weil die Hersteller für einen sehr großen Fahrzeugpark produzieren. Für dich heißt das mehr Designs, mehr Größen und eine bessere Verfügbarkeit – du musst nur konsequent gegen das Gutachten prüfen statt gegen die Plattform. Wie sich das beim nächsten Verwandten darstellt, zeigt der Guide Felgen für den VW Golf 4 bis 8 – dort ist auch der Wechsel von 5x100 auf 5x112 innerhalb der Baureihe beschrieben, der beim A3 zwischen 8L und 8P stattfand. Wer statt des Kompaktwagens die Mittelklasse fährt, findet die Werte für die größere Limousine in Felgen für den Audi A4: Größen und Lochkreis – dort liegt die Nabenbohrung je nach Generation anders, was der häufigste Grund für Verwechslungen zwischen den beiden Modellreihen ist.

6. Winterräder für den Audi A3

Beim Winterrad gilt am A3 dieselbe Logik wie bei den meisten Kompaktwagen: eine Nummer kleiner als im Sommer, sofern die Bremsanlage es zulässt. Für die Basis- und Mittelmotorisierungen sind das typischerweise 16 oder 17 Zoll, während im Sommer häufig 18 Zoll gefahren werden. Die Gründe sind handfest: Der höhere Reifenquerschnitt steckt Schlaglöcher besser weg, die schmalere Lauffläche baut auf Schnee mehr Flächendruck auf, und die kleinere Dimension ist beim Reifen günstiger und breiter verfügbar.

Die Stahlrad-Option ist am A3 in der Basis realistisch. In 16 Zoll ist der Bauraum bei den normalen Motorisierungen in der Regel ausreichend, und ein Stahlrad steckt Streusalz und Bordsteinkontakt gelassener weg als ein gepflegtes Alurad. Beim S3 und RS3 fällt die Option dagegen praktisch aus, weil die benötigten Zollgrößen im Stahlprogramm kaum abgedeckt sind – hier ist ein zweiter Alusatz der richtige Weg. Wie du einen Winterradsatz zusammenstellst, steht ausführlich im Ratgeber Winterkompletträder; warum der Sommerreifen nicht einfach durchfahren sollte, klärt Winterreifen im Sommer fahren, und die Regeln für den saisonalen Wechsel samt Nachziehen stehen in Räder wechseln und einlagern.

Beim RDKS lohnt ein genauer Blick. Für Pkw, die ab dem 1. November 2014 erstmals zugelassen wurden, ist ein Reifendruckkontrollsystem vorgeschrieben – das betrifft den 8V ab diesem Zeitpunkt und den kompletten 8Y. Ob dein Fahrzeug ein direkt messendes System mit Sensoren im Rad oder ein indirekt messendes System über die Raddrehzahlen hat, hängt von Baujahr, Markt und Ausstattung ab und steht in der Bordliteratur. Beim direkt messenden System braucht jeder Radsatz eigene funktionsfähige Sensoren oder die Sensoren müssen beim Wechsel umgebaut werden; beim indirekten System genügt eine Neuinitialisierung nach dem Radwechsel. Details und typische Fehlerbilder erklärt der Ratgeber Reifendruckkontrollsysteme. Passende Sensoren stehen in der Collection RDKS, Reifen für einen vorhandenen Radsatz unter Winterreifen, Ganzjahresreifen und Sommerreifen. Wie du die Dimension auf der Flanke korrekt liest, steht in Reifengröße und Reifenbezeichnung lesen.

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7. Eintragung: ABE, Teilegutachten und was das praktisch bedeutet

Der rechtliche Teil lässt sich auf eine einfache Unterscheidung bringen, und die entscheidet darüber, ob nach dem Radwechsel noch ein Termin ansteht.

Ein Rad mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE), deren Verwendungsbereich deinen A3-Typ ohne einschränkende Auflagen abdeckt, darf ohne zusätzliche Abnahme montiert werden. Die ABE ist im Fahrzeug mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen. Wichtig ist der Blick in die Auflagen: Steht dort etwa eine Vorgabe zur Bearbeitung des Radlaufs, zur zulässigen Reifendimension oder zur Verwendung bestimmter Radbolzen, ist die Erleichterung an deren Einhaltung gebunden.

Ein Rad mit Teilegutachten erfordert dagegen eine Änderungsabnahme nach § 19 Abs. 3 StVZO durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer. Nach bestandener Abnahme wird die Änderung in die Fahrzeugpapiere eingetragen. Wird eine genehmigungspflichtige Änderung ohne die erforderliche Abnahme gefahren, kann die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erlöschen – mit Folgen für Zulassung und Versicherungsschutz. Der Ablauf einer solchen Abnahme, inklusive der Unterlagen, die du mitbringen solltest, ist in Felgen eintragen lassen: Leitfaden zur Abnahme beschrieben.

Zwei Punkte, die am A3 häufig untergehen: Erstens kann sich der Verwendungsbereich innerhalb einer Generation nach Motorisierung unterscheiden – ein Gutachten, das den 1.5 TFSI listet, muss den S3 nicht einschließen. Zweitens sind Zentrierringe, Radbolzenlänge und Reifendimension Teil der Freigabe und keine freie Wahl. Prüfe das Dokument vor der Bestellung, nicht danach.

FAQ: Felgen für den Audi A3

Welchen Lochkreis hat der Audi A3?

Die Generationen 8P (2003–2013), 8V (2012–2020) und 8Y (ab 2020) nutzen den Lochkreis 5x112 mit einer Nabenbohrung von 57,1 mm und Radbolzen M14x1,5. Der Vorgänger 8L (1996–2003) weicht ab und fährt 5x100. Die Karosserieform – Sportback, Limousine, Dreitürer oder Cabrio – ändert an diesen Werten nichts.

Passen Felgen vom VW Golf auf den Audi A3?

Bei Golf-Modellen mit 5x112 und 57,1 mm stimmen die Anschlussmaße, weil beide Fahrzeuge auf derselben Plattform stehen. Das allein ist aber keine Freigabe: Einpresstiefe, Felgenbreite, Bremsenfreigängigkeit und vor allem der Verwendungsbereich im Radgutachten müssen den konkreten A3-Typ abdecken. Golf-Modelle mit 5x100 passen grundsätzlich nicht.

Brauche ich für Felgen am A3 Zentrierringe?

In den meisten Fällen ja. Zubehörfelgen werden mit größerer Mittenbohrung gefertigt, damit sie mehrere Fahrzeuge abdecken – häufig 66,6 oder 70,1 mm. Ein Zentrierring gleicht die Differenz auf die 57,1 mm des A3 aus und sorgt für die mittenzentrierte Montage. Die benötigte Größe ergibt sich aus der Nabenbohrung des gewählten Rades.

Welche Felgengröße passt im Winter auf den Audi A3?

Bei den Basis- und Mittelmotorisierungen sind 16 oder 17 Zoll die übliche Winterdimension, oft eine Stufe kleiner als im Sommer. Beim S3 liegt die Untergrenze in der Regel bei 18 Zoll, beim RS3 bei 19 Zoll, weil die größere Bremsanlage Bauraum hinter der Radschale braucht. Maßgeblich ist die vom Hersteller angegebene Mindestraddimension.

Welche Einpresstiefe braucht der Audi A3?

Der A3 bewegt sich über alle drei Generationen grob zwischen ET 40 und ET 54, mit Schwerpunkt um ET 45 bis ET 50. Eine zu niedrige ET lässt das Rad am Radlauf streifen und belastet das Radlager stärker, eine zu hohe ET führt zu Kontakt am Federbein. Der verbindliche Wert steht in den Fahrzeugpapieren und im Gutachten des Rades, nicht in einer allgemeinen Faustregel.

8. Fazit: erst die Maße, dann das Design

Der Audi A3 ist beim Felgenkauf ein dankbares Fahrzeug. Der Lochkreis 5x112 ist über 8P, 8V und 8Y konstant, die Nabenbohrung von 57,1 mm ebenfalls, und die Verwandtschaft mit Golf, Leon und Octavia sorgt für eine große Auswahl an Zubehörrädern. Die Fallen liegen nicht bei den Anschlussmaßen, sondern in den Details: beim ET-Fenster, das je nach Ausstattung enger ausfällt als gedacht, beim Zentrierring, der zur Felge und nicht nur zum Auto passen muss, bei der Bremsanlage von S3 und RS3, die die kleine Winterdimension ausschließt, und beim Verwendungsbereich des Gutachtens, der die Plattformverwandtschaft nicht ersetzt.

Geh deshalb in dieser Reihenfolge vor: Generation und Motorisierung feststellen, freigegebene Dimensionen aus den Fahrzeugpapieren ziehen, Zollgröße und Breite festlegen, ET-Fenster und Nabenbohrung mit dem Gutachten des Wunschrades abgleichen, passenden Zentrierring mitbestellen – und erst danach über Farbe und Speichendesign entscheiden. Dann passt das Rad, bevor es geliefert wird, und der Termin bei der Prüfstelle ist entweder eingeplant oder gar nicht nötig.

Wenn du direkt in die Auswahl einsteigen willst: Klassisch-elegante Designs für den A3 findest du bei DEZENT, sportlichere Linien bei AEZ und DOTZ, und ein breites Programm in gängigen Kompaktwagen-Größen bei BORBET, RC-Design und Brock. Welche Farbrichtung zu welchem Fahrzeuglack passt, ordnet Schwarze Felgen: matt, glänzend, Gunmetal ein. Passende Marken-Ratgeber gibt es zu DEZENT, AEZ und DOTZ.

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Passend dazu

Quellen und Stand

  • Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), insbesondere § 19 zur Betriebserlaubnis und zu Änderungen am Fahrzeug – Grundlage für ABE, Teilegutachten und Änderungsabnahme.
  • EG-/ECE-Typgenehmigung sowie ABE bzw. Teilegutachten des jeweiligen Rades – verbindliche Maße, Verwendungsbereiche und Auflagen.
  • Fahrzeugpapiere und Herstellerangaben zum konkreten A3 – freigegebene Rad-Reifen-Kombinationen, Mindestraddimension, Anzugsmomente.
  • Unionsrechtliche Vorgaben zu Reifendruckkontrollsystemen – Pflicht für Pkw mit Erstzulassung ab 1. November 2014.
  • Serien- und Ausstattungsdaten der Generationen 8P, 8V und 8Y sowie der Modelle S3 und RS3 – Zollgrößen, Reifendimensionen und Karosserievarianten, Stand August 2026.
  • Sortimentsangaben zrshop – geführte Felgenmarken, Kompletträder, Stahlräder und Zentrierringe, Stand August 2026.

Hinweis: Rechtsstand und Prüfdatum: 18.08.2026, Deutschland. Angaben zu Freigaben, Eintragung und Zulässigkeit sind fahrzeugindividuell. Im Zweifel entscheidet die amtlich anerkannte Prüfstelle auf Basis der Fahrzeugpapiere und des Radgutachtens. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung und keine fahrzeugindividuelle Prüfung.

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