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Magazin

Lochkreis BMW E90: 5x120 für Limousine, Touring, Coupé und Cabrio

Der BMW E90 ist die fünfte Generation des 3ers und wurde zwischen 2005 und 2014 in vier Karosserievarianten gebaut. Wer für diese Baureihe Felgen sucht, stößt schnell auf vier verschiedene interne Bezeichnungen und ist unsicher, ob sie denselben Lochkreis teilen. Die kurze Antwort: ja.

1. Der Lochkreis des BMW E90 auf einen Blick

Alle Fahrzeuge der E90-Familie haben den Lochkreis 5x120: fünf Radschrauben auf einem Kreis von 120 Millimetern Durchmesser. Das gilt für die Limousine ebenso wie für Touring, Coupé und Cabrio.

Die vier Karosserien und ihre Baujahre

Karosserie Interne Bezeichnung Baujahre Lochkreis
Limousine E90 2005–2012 5x120
Touring E91 2005–2012 5x120
Coupé E92 2006–2013 5x120
Cabrio E93 2007–2014 5x120

Die Bezeichnung „E90“ wird umgangssprachlich für die gesamte Baureihe verwendet, streng genommen bezeichnet sie aber nur die Limousine. Beim Felgenkauf spielt das keine Rolle, weil der Lochkreis identisch ist. Bei Karosserieteilen dagegen sehr wohl.

Hinweis: E90, E91, E92 und E93 teilen sich den Lochkreis, aber nicht automatisch jede Radgröße. Ausstattungen mit größeren Bremsen brauchen mehr Freigang in der Felge. Eine Felge kann rechnerisch passen und am Bremssattel trotzdem anstehen. Ein Blick ins Gutachten klärt das vor dem Kauf.

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2. Warum 5x120 die Auswahl groß macht

BMW hat den Lochkreis 5x120 über viele Baureihen hinweg beibehalten: vom E36 über den E46 bis zum E90 und darüber hinaus zum F30. Der Gebrauchtmarkt für passende Räder ist entsprechend groß, und auch das Zubehörangebot ist breit.

Alle Felgen mit diesem Lochkreis findest du bei uns gebündelt unter Felgen mit Lochkreis 5x120. Eine Übersicht über sämtliche BMW-Baureihen liefert die Seite Lochkreis BMW.

Der Lochkreis ist nur die halbe Miete

Damit ein Rad tatsächlich montierbar ist und sauber läuft, müssen zusätzlich Einpresstiefe, Nabenbohrung und Felgenbreite zu deinem Fahrzeug passen. Diese Werte unterscheiden sich innerhalb der Baureihe je nach Motorisierung und Bremsanlage. Ein 320d und ein 335i sind beim Freigang nicht dasselbe Fahrzeug.

3. Die Runflat-Frage beim E90

Eine Besonderheit dieser Baureihe: BMW lieferte den E90 ab Werk häufig mit Notlaufreifen aus, oft ohne Ersatzrad im Kofferraum. Das hat Folgen für die Radwahl.

Notlaufreifen haben verstärkte Seitenwände. Wenn du auf konventionelle Reifen wechselst, fährst du ohne die Reserve, im Pannenfall noch begrenzt weiterfahren zu können. Prüfe deshalb, ob im Fahrzeug ein Reifenreparaturset oder ein Notrad vorhanden ist, bevor du umrüstest.

Umgekehrt gilt: Notlaufreifen stellen höhere Anforderungen an das Felgenhorn. Nicht jede Zubehörfelge ist für ihren Einsatz freigegeben. Steht im Gutachten nichts dazu, frag im Zweifel beim Hersteller nach.

Reifendruckkontrolle

Späte E90-Baujahre sind mit einer Reifendruckkontrolle ausgestattet. Bei Systemen mit Sensoren im Rad brauchst du für einen zweiten Radsatz entweder eigene Sensoren oder musst nach jedem Wechsel neu anlernen. Systeme, die den Druck über die Raddrehzahl berechnen, kommen ohne zusätzliche Hardware aus.

4. Eintragung: wann sie nötig ist

Ob du eine Rad-Reifen-Kombination ohne weitere Abnahme fahren darfst, entscheidet das Gutachten der Felge, nicht der Lochkreis:

  • EG-Typgenehmigung oder ABE ohne Auflagen: in der Regel eintragungsfrei, die Papiere gehören aber mitgeführt
  • Teilegutachten oder ABE mit Auflagen: Abnahme durch eine amtlich anerkannte Prüforganisation und anschließende Eintragung erforderlich

Beim E90 sind Auflagen zum Freigängigmachen der Radläufe verbreitet, besonders bei großen Zollgrößen an der Hinterachse. Lies das Gutachten vor dem Kauf, nicht danach.

5. Gemischte Bereifung an Vorder- und Hinterachse

Viele E90 wurden ab Werk mit unterschiedlichen Reifenbreiten vorn und hinten ausgeliefert. Wenn du auf einen Satz mit gleicher Breite rundum wechselst, ändert sich das Fahrverhalten spürbar, und die Kombination muss ebenfalls freigegeben sein.

Umgekehrt lassen sich Mischbereifungen nicht beliebig zusammenstellen: Die Freigabe gilt immer für die Kombination aus Vorder- und Hinterachse zusammen, nicht für einzelne Räder.

6. Den Lochkreis selbst prüfen

Am schnellsten liest du ihn von der vorhandenen Felge ab. Auf der Rückseite des Felgensterns oder rund um die Nabenbohrung prägen die meisten Hersteller eine Kennung wie 8Jx17 H2 ET34 5/120. Die letzte Angabe nennt Lochzahl und Lochkreis.

Ohne Prägung hilft der Messschieber: Bei fünf Bohrungen misst du von Bohrungsmitte zu Bohrungsmitte der übernächsten Bohrung. Dieser Abstand entspricht dem 0,951-fachen des Lochkreises. Rund 114 Millimeter bedeuten also 5x120. Ausführlich beschrieben ist das im Ratgeber Lochkreise bei Felgen.

7. Einpresstiefe und Zubehör

Die Einpresstiefe bestimmt, wie weit das Rad im Radhaus steht. Beim E90 mit seinen gut gefüllten Radläufen führt schon eine deutliche Abweichung nach unten zu Kontakt mit dem Kotflügel, besonders bei beladenem Fahrzeug.

Zubehörfelgen haben in der Regel eine größere Nabenbohrung als die Radnabe deines Fahrzeugs. Den Unterschied gleichen Zentrierringe aus. Dazu kommen passende Radschrauben mit korrekter Länge und Kopfform sowie das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment.

8. Ein zweiter Radsatz für den Winter

Weil der Lochkreis über alle vier Karosserien gleich ist, lässt sich ein Winterradsatz flexibel aufbauen und später auch weiterverkaufen. Eine Zollgröße kleiner als im Sommer ist verbreitet: schmalere Reifen mit höherer Flanke greifen auf Schnee besser und die Felge nimmt weniger Schaden durch Streusalz und Bordsteine.

Wichtig bleibt, dass die Winterkombination in den Papieren oder im Gutachten steht. Eine im Sommer gefahrene Größe ist nicht automatisch auch für den Winter freigegeben.

9. Gebrauchte Felgen für den E90 kaufen

Weil die Baureihe verbreitet ist, gibt es viele gebrauchte Sätze. Das ist günstig, birgt aber Risiken, die sich mit einer sorgfältigen Sichtprüfung größtenteils ausschließen lassen.

  • Bordsteinschäden am Felgenhorn: oberflächliche Kratzer sind kosmetisch, tiefe Kerben im Horn können die Dichtfläche zum Reifen betreffen
  • Später geschweißte Stellen: eine reparierte Alufelge hat ihre ursprüngliche Festigkeit nicht mehr, im Zweifel Finger weg
  • Höhen- und Seitenschlag: lässt sich nur auf der Wuchtmaschine feststellen, nicht am Verkaufsstand
  • Korrosion an der Nabenauflage: verhindert den plan aufliegenden Sitz und führt zu Vibrationen

Lass dir immer die Prägung auf der Rückseite zeigen. Dort stehen Zollgröße, Breite, Einpresstiefe und Lochkreis. Ohne diese Angaben kaufst du ein Ratespiel.

10. Vibrationen nach dem Radwechsel

Wenn nach der Montage ein Zittern im Lenkrad auftritt, liegt das selten an der Auswuchtung allein. Häufiger sind es drei andere Ursachen:

Erstens eine verschmutzte oder korrodierte Nabenauflage. Schon eine dünne Rostschicht kippt das Rad um Bruchteile eines Grads, was sich bei höherer Geschwindigkeit deutlich bemerkbar macht. Reinige die Fläche vor jeder Montage.

Zweitens ein fehlender oder falscher Zentrierring. Ohne ihn zentriert sich das Rad nur über die Schrauben, was nie so exakt gelingt wie über die Nabe.

Drittens ungleichmäßig angezogene Schrauben. Zieh sie über Kreuz und mit Drehmomentschlüssel an, nicht der Reihe nach mit dem Schlagschrauber.

11. Pflege im Winterbetrieb

Streusalz greift die Lackierung von Alufelgen an, besonders an Stellen, die durch Steinschlag bereits beschädigt sind. Spüle die Räder im Winter regelmäßig mit klarem Wasser ab, auch von innen. Aggressive Felgenreiniger sind bei beschichteten Felgen meist unnötig und können die Oberfläche angreifen.

Vor dem Einlagern gilt dasselbe: Salzrückstände arbeiten über den Sommer weiter, wenn du sie nicht entfernst. Wie du dabei am besten vorgehst, steht im Ratgeber Felgen reinigen und pflegen.

12. Serienrad oder Zubehörfelge?

BMW hat für den E90 zahlreiche Werksfelgen angeboten, die unter Styling-Nummern geführt werden. Sie haben den Vorteil, dass sie ohne zusätzliche Freigabe gefahren werden dürfen und die Nabenbohrung exakt passt, also kein Zentrierring nötig ist.

Zubehörfelgen bieten dafür mehr Auswahl bei Design, Breite und Farbe, und sie sind häufig leichter. Geringeres Gewicht am Rad wirkt sich spürbar auf Federungskomfort und Lenkpräzision aus, weil weniger ungefederte Masse bewegt werden muss.

Der Nachteil: Du musst dich selbst um die Freigabe kümmern und prüfen, ob Auflagen wie Bearbeitung der Radläufe im Gutachten stehen. Wer diesen Aufwand scheut, fährt mit einem gebrauchten Werkssatz unkomplizierter.

13. Die Fahrzeugpapiere richtig lesen

Die verlässlichste Quelle für die Frage, was auf dein Fahrzeug darf, sind die eigenen Papiere. In der Zulassungsbescheinigung Teil I stehen die entscheidenden Angaben an drei Stellen.

Felder 15.1 und 15.2 nennen die Rad-Reifen-Kombinationen, mit denen das Fahrzeug zugelassen wurde. Beim E90 stehen dort häufig zwei Einträge, weil BMW vorn und hinten unterschiedliche Breiten verbaut hat. Beide gehören gelesen, nicht nur der erste.

Felder 7.1 und 7.2 nennen die zulässigen Achslasten. Aus ihnen leitest du die nötige Tragfähigkeit von Felge und Reifen ab: Achslast geteilt durch zwei ist der Mindestwert je Rad.

Feld 22 enthält Bemerkungen und Ausnahmen. Wurde an deinem Fahrzeug schon einmal eine abweichende Radgröße eingetragen, steht sie hier. Viele Besitzer übersehen dieses Feld und kaufen Räder, die längst freigegeben wären.

14. Die häufigsten Fehler beim E90

Aus der Praxis kennen wir vier Fehler, die immer wieder vorkommen. Der erste: Ein Radsatz wird nach Zollgröße gekauft, ohne die Einpresstiefe zu prüfen. Zwei Sätze mit 18 Zoll können im Radhaus völlig unterschiedlich stehen.

Der zweite: Die Freigabe wird für „3er“ geprüft statt für den konkreten Typ. Zwischen einem 318i und einem 335i liegen erhebliche Unterschiede bei Bremsanlage und Achslast.

Der dritte: Der Zentrierring wird weggelassen, weil das Rad ja auch so sitzt. Es sitzt, aber nicht mittig, und das Ergebnis sind Vibrationen ab etwa achtzig Kilometern pro Stunde.

Der vierte: Die Radschrauben vom Serienrad werden weiterverwendet. Zubehörfelgen haben oft eine andere Auflagegeometrie, und eine Kugelbund-Schraube in einer Kegelbund-Aufnahme hält nicht zuverlässig.

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FAQ: Häufige Fragen zum Lochkreis des BMW E90

Welchen Lochkreis hat der BMW E90?

Der BMW E90 hat 5x120, also fünf Schrauben auf einem Kreis von 120 Millimetern Durchmesser. Dasselbe gilt für Touring (E91), Coupé (E92) und Cabrio (E93).

Passen E46-Felgen auf den E90?

Der Lochkreis ist bei beiden 5x120, die Felge lässt sich also verschrauben. Ob sie passt, entscheiden Einpresstiefe, Nabenbohrung und der Freigang zur größeren Bremsanlage späterer Modelle. Prüfe das am Gutachten deiner Felge für deinen Fahrzeugtyp.

Brauche ich beim E90 zwingend Notlaufreifen?

Nein, aber wenn dein Fahrzeug ab Werk damit ausgeliefert wurde, fehlt oft ein Ersatzrad. Kläre vor dem Wechsel auf konventionelle Reifen, wie du im Pannenfall vorgehen willst.

Haben E90 und E92 denselben Lochkreis?

Ja, beide haben 5x120. Die Unterschiede zwischen Limousine und Coupé liegen bei Karosserie und teilweise bei den Serienradgrößen, nicht beim Lochkreis.

Wo finde ich passende Felgen für meinen E90?

In der Kollektion Felgen mit Lochkreis 5x120, filterbar nach Zollgröße, Einpresstiefe und Design.

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