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Felgen für den VW Passat: Größen, Lochkreis, Variant

Die direkte Antwort zuerst: Der VW Passat fährt seit der Generation B5 auf dem Lochkreis 5x112 mit einer Nabenbohrung von 57,1 mm und Radbolzen M14x1,5. Das gilt durchgängig für B5, B5.5, B6, B7, B8 und den aktuellen B9. Nur die wirklich alten Generationen weichen ab: Der B3 und der B4 (1988 bis 1996) liefen je nach Motorisierung auf 4x100 beziehungsweise 5x100. Wer heute Räder für einen Passat sucht, arbeitet also fast immer mit demselben Lochbild – und trotzdem passt nicht jede Felge, die 5x112 und 57,1 mm angibt. Entscheidend sind Einpresstiefe, Felgenbreite, Freigängigkeit und, besonders beim Variant, die Traglast. Genau diese Punkte gehen wir hier der Reihe nach durch.

Hinweis: Rechtsstand und Prüfdatum: 18.08.2026, Deutschland. Zulässige Rad-Reifen-Kombinationen sind immer fahrzeugindividuell. Maßgeblich sind die Fahrzeugpapiere, die ABE beziehungsweise das Teilegutachten des Rades und im Zweifel die Beurteilung durch eine amtlich anerkannte Prüfstelle. Dieser Beitrag ersetzt keine fahrzeugindividuelle Prüfung und keine Rechtsberatung.

Hinweis: Marken- und Typbezeichnungen dienen hier ausschließlich der Beschreibung. zrshop ist kein Vertragspartner, Vertragshändler oder autorisierter Betrieb von Volkswagen. Die Nennung von Modellreihen sagt nichts über eine Herstellerfreigabe aus – maßgeblich bleibt immer die Dokumentation des jeweiligen Rades.

1. Die Eckdaten: Lochkreis, Nabenbohrung, Radbolzen

Drei Werte entscheiden darüber, ob ein Rad überhaupt an die Nabe kommt. Beim Passat sind sie erfreulich stabil:

  • Lochkreis 5x112: fünf Bohrungen auf einem Teilkreis von 112 mm. Das ist ein hartes Ausschlusskriterium – 5x110, 5x114,3 oder 5x100 passen nicht, auch wenn die Abweichung minimal wirkt. Wie du den Lochkreis korrekt misst und den typischen Messfehler bei fünf Bohrungen vermeidest, erklärt der Ratgeber Lochkreise bei Felgen.
  • Nabenbohrung 57,1 mm: der Konzernstandard für die quer eingebauten Plattformen. Eine größere Bohrung am Zubehörrad ist der Normalfall und wird über einen Zentrierring ausgeglichen (dazu Abschnitt 4).
  • Radbolzen M14x1,5: Der Passat wird – wie die meisten Fahrzeuge des Konzerns – mit Bolzen verschraubt, nicht mit Muttern auf Stehbolzen. Länge und Bundform (Kegel- oder Kugelbund) richten sich nach der Dicke der Radschale und stehen im Gutachten des Rades. Ein Wechsel von Werksalu auf ein Zubehörrad oder auf ein Stahlrad kann eine andere Bolzenlänge erfordern. zrshop führt keine Radschrauben – diesen Punkt klärst du bitte über das Radgutachten und den montierenden Betrieb.

Die vierte Größe ist die Einpresstiefe (ET). Sie beschreibt, wie weit die Radauflage gegenüber der Radmitte versetzt ist, und bestimmt damit, wie tief das Rad im Radhaus sitzt. Eine zu kleine ET schiebt das Rad nach außen Richtung Radlauf, eine zu große nach innen Richtung Federbein. Beides führt zu Schleifen und verändert die Belastung des Radlagers. Die Grundlagen stehen im Guide Einpresstiefe bei Felgen.

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2. Passat-Generationen im Überblick: B6, B7, B8, B9

Die folgende Tabelle fasst die vier aktuell relevanten Generationen zusammen. Sie zeigt die gemeinsamen Anschlussmaße und die Bandbreite der ab Werk verbauten Räder – also den Rahmen, in dem sich eine Ersatz- oder Zubehörlösung in der Regel bewegt.

Generation Bauzeitraum Lochkreis Nabenbohrung ET-Fenster (gängig) Werks-Zollgrößen
B6 (Typ 3C) 2005–2010 5x112 57,1 mm ca. 41–50 mm 16–18 Zoll
B7 (Typ 362/365) 2010–2014 5x112 57,1 mm ca. 41–50 mm 16–18 Zoll
B8 (Typ 3G, inkl. Facelift) 2014–2023 5x112 57,1 mm ca. 37–49 mm 16–19 Zoll
B9 (aktuelle Generation, nur Variant) seit 2023/2024 5x112 57,1 mm ca. 40–48 mm 17–19 Zoll

Vorbehalt zur Tabelle: ET-Fenster und Zollgrößen sind Orientierungswerte für die jeweilige Baureihe, keine Freigabe für dein konkretes Fahrzeug. Innerhalb einer Generation unterscheiden sich Ausstattungslinien, Motorisierungen, Fahrwerksvarianten und Bremsanlagen teils deutlich – ein sportlich ausgelegter Passat mit größerer Bremse hat ein anderes zulässiges Fenster als ein Basismodell. Verbindlich sind allein die Einträge in deinen Fahrzeugpapieren und die Angaben im Gutachten des Rades. Welche Felder in der Zulassungsbescheinigung Teil I dafür relevant sind, zeigt der Ratgeber Fahrzeugschein erklärt; ob ein bestimmtes Rad für deinen Typschlüssel gelistet ist, lässt sich über die KBA-Nummer nachvollziehen.

Praktisch bedeutet die Tabelle: Ein Passat B7 und ein Passat B8 teilen sich Lochkreis, Nabenbohrung und Bolzengewinde, sodass ein Radsatz rein geometrisch auf beide Fahrzeuge passt. Ob er auch zulässig ist, hängt an ET, Breite, Traglast und Bremsfreigängigkeit – und die unterscheiden sich zwischen den Generationen und sogar zwischen zwei B8 mit unterschiedlicher Motorisierung.

3. Der Variant: Traglast und Lastindex sind hier keine Nebensache

Der Passat ist in Deutschland vor allem als Variant unterwegs – als Kombi im Familien-, Außendienst- und Flottenbetrieb. Genau daraus ergibt sich der wichtigste Unterschied zu einem Kompaktwagen: Der Variant fährt regelmäßig beladen, oft über lange Strecken und häufig bei hoher Reisegeschwindigkeit. Dachlast, voller Kofferraum, Anhängerbetrieb, vier Personen plus Gepäck – das ist beim Variant kein Ausnahmezustand, sondern der Normalfall. Und die gesamte Last steht auf vier Rad-Reifen-Kombinationen. Deshalb sind zwei Kennwerte hier keine Formalie, sondern das eigentliche Auswahlkriterium.

Die Radlast der Felge

Jedes Rad hat eine zulässige Radlast in Kilogramm, die in der ABE beziehungsweise im Teilegutachten steht. Sie muss mindestens der höchsten zulässigen Achslast des Fahrzeugs geteilt durch zwei entsprechen. Maßgeblich ist dabei die größere der beiden Achslasten – und beim Kombi ist das je nach Beladung häufig die Hinterachse. Ein Rad, das an einem Kompaktwagen völlig ausreichend dimensioniert ist, kann an einem schwereren Variant mit großer Motorisierung rechnerisch zu knapp sein. Die zulässigen Achslasten stehen in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Wie du die Rechnung sauber aufmachst, steht Schritt für Schritt in Felgen-Traglast berechnen.

Der Lastindex des Reifens

Parallel dazu trägt der Reifen seinen eigenen Kennwert: den Lastindex (LI), die zweistellige Zahl am Ende der Dimensionsangabe. Er darf den in den Fahrzeugpapieren geforderten Wert nicht unterschreiten. Beim Variant führt das in vielen Dimensionen zu einer verstärkten Ausführung – erkennbar am Zusatz XL oder Reinforced. Diese Reifen haben eine höhere Tragfähigkeit bei entsprechend höherem Betriebsdruck. Wer beim Wechsel auf eine andere Zollgröße den Lastindex übersieht, baut sich einen Mangel ein, der bei der Hauptuntersuchung auffällt und im Schadensfall Fragen aufwirft. Die vollständige Zuordnung von Lastindex zu Kilogramm findest du in der Lastindex-Tabelle, das korrekte Lesen der Dimensionsangabe in Reifengröße und Reifenbezeichnung lesen.

Hinweis: Traglast und Geschwindigkeitsindex gehören zusammen betrachtet. Ein XL-Reifen erreicht seine erhöhte Tragfähigkeit nur beim dafür vorgesehenen Luftdruck. Wer den Variant regelmäßig beladen bewegt, fährt nicht mit dem Komfortdruck der Leerfahrt, sondern mit dem in der Tabelle des Fahrzeugherstellers hinterlegten Beladungsdruck. Wie du die richtige Zeile findest, erklärt Reifendruck-Tabelle richtig einstellen.

Was das für die Radwahl bedeutet

Für den Variant heißt das in der Praxis: Prüfe die Radlast vor der Optik. Ein leichtes, filigran gespeichtes Rad kann technisch perfekt sein – wenn seine dokumentierte Radlast zur Achslast deines Fahrzeugs passt. Tut sie das nicht, ist das kein Verhandlungsspielraum, sondern ein Ausschlusskriterium. Diese Prüfung ist der Punkt, an dem sich ein Passat-Variant-Radsatz von einem Golf-Radsatz unterscheidet, obwohl beide 5x112 und 57,1 mm angeben.

4. Nabenbohrung 57,1 mm und Zentrierringe

Werksräder sind exakt auf den Nabenzapfen des Fahrzeugs gebohrt. Zubehörräder werden dagegen mit einer größeren Bohrung gefertigt, damit ein Felgenmodell mehrere Fahrzeuge bedienen kann – typisch sind 66,6 mm oder 70,1 mm. Die Differenz zu den 57,1 mm des Passat schließt ein Zentrierring: ein präzise gefertigter Kunststoff- oder Aluminiumring, der das Rad mittenzentriert auf der Nabe führt, bevor die Bolzen angezogen werden.

Das ist der Normalfall und technisch unproblematisch, solange der Ring exakt zur Kombination aus Nabendurchmesser und Felgenbohrung passt. Ein häufiger Fall beim Passat ist der Ring 66,6 auf 57,1 mm; bei kleineren Felgenbohrungen kommt auch die Variante 60,1 auf 57,1 mm vor. Wie die Zentrierung funktioniert und warum sie nichts mit der Kraftübertragung zu tun hat, erklärt Perfekte Zentrierung mit Zentrierringen; einen Überblick über Materialien und Einsatz gibt der Zentrierringe-Leitfaden.

Hinweis: Der Zentrierring trägt nicht das Fahrzeug. Die Last wird über die Reibung zwischen Radschale und Nabenflansch übertragen, die durch die korrekt angezogenen Radbolzen erzeugt wird. Der Ring sorgt für die saubere Zentrierung bei der Montage und damit für einen ruhigen Rundlauf. Fehlt er, ist ein Vibrieren im Lenkrad das typische Symptom. Passende Ringe findest du unter Zentrierringe.

5. Alltrack und 4Motion: abweichende Werksgrößen

Zwei Varianten fällt man beim Radkauf leicht in die falsche Schublade.

Der Passat Alltrack ist ein Variant mit angehobener Karosserie, Unterfahrschutz-Optik und Kunststoffbeplankung an Radläufen und Schwellern. Ab Werk läuft er auf vergleichsweise hochflankigen Reifen in 17 oder 18 Zoll – die höhere Flanke gehört zum Konzept und puffert den unbefestigten Untergrund mit ab. Wer hier auf eine große Zollgröße mit flacher Flanke wechselt, verliert genau diese Reserve. Zusätzlich verändert die Beplankung die Freigängigkeit am Radlauf: Der Abstand, den ein Standard-Variant zur Verfügung hat, gilt am Alltrack nicht automatisch.

Der Allradantrieb 4Motion ändert am Lochkreis nichts – wohl aber am Gewicht. Der zusätzliche Antriebsstrang erhöht das Leergewicht und damit die Achslasten, was direkt auf die in Abschnitt 3 beschriebene Traglastrechnung durchschlägt. Außerdem sind 4Motion-Modelle häufiger mit den stärkeren Motorisierungen und entsprechend größeren Bremsanlagen kombiniert, was die Mindestraddimension nach oben schiebt: Unterhalb einer bestimmten Zollgröße passt das Rad schlicht nicht mehr über den Bremssattel.

Hinweis: Bei Allradfahrzeugen gehören alle vier Räder zusammen. Unterschiedliche Abrollumfänge an Vorder- und Hinterachse – etwa durch stark abweichende Profiltiefen oder eine ungleiche Dimension – belasten den Antriebsstrang dauerhaft. Ein Radsatz sollte daher immer komplett und in gleicher Dimension gewechselt werden.

6. Plattformverwandtschaft: Golf, A3, Octavia – und ihre Grenze

Ab dem B8 steht der Passat auf dem Modularen Querbaukasten und teilt sich damit die Anschlussmaße mit einer ganzen Reihe von Konzernmodellen: Golf ab der siebten Generation, Audi A3, Skoda Octavia, Seat Leon. Alle nutzen 5x112 mit 57,1 mm Nabenbohrung. Das ist der Grund, warum ein Felgenmodell oft für all diese Fahrzeuge angeboten wird – und gleichzeitig die häufigste Fehlerquelle beim Gebrauchtkauf eines Radsatzes.

Gleiche Anschlussmaße sind keine Passgarantie. Drei Punkte unterscheiden den Passat von seinen kleineren Verwandten:

  • Traglast: Ein für einen Kompaktwagen ausgelegtes Rad kann für die Achslast eines beladenen Variant zu gering dimensioniert sein. Das ist der wichtigste Unterschied – siehe Abschnitt 3.
  • Bremsanlage: Größere Scheiben und Sättel bei den stärkeren Passat-Motorisierungen erfordern mehr Platz hinter der Radschale. Eine kleine Zollgröße, die am Golf funktioniert, kann am Passat an der Mindestraddimension scheitern.
  • Radhausgeometrie: Der Passat ist breiter und länger, sein Radhaus anders geschnitten. ET-Werte lassen sich deshalb nicht einfach übertragen.

Wichtig für ältere Fahrzeuge: Der Golf 4 läuft auf 5x100 und ist damit trotz ähnlicher Bauzeit nicht mit dem Passat B5/B5.5 kompatibel. Die Generationen-Übersicht für die Kompaktbaureihe findest du im eigenen Guide Felgen für den VW Golf 4 bis 8. Ein weiteres 5x112-Fahrzeug mit anderer Nabenbohrung ist der Audi A4 der jüngeren Generationen – wie sich das auswirkt, steht in Felgen für den Audi A4. Und wie Felgenbreite und Reifenbreite zusammenhängen, wenn du von 17 auf 18 oder 19 Zoll gehst, erklärt Felgen- und Reifenbreite sowie der 18-Zoll-Ratgeber.

Welche Marken im Shop für 5x112 in Frage kommen

zrshop führt mehrere Felgenprogramme, die den Lochkreis 5x112 abdecken – unter anderem DEZENT, AEZ, DOTZ, BORBET, RC Design und Brock. Ob ein konkretes Modell in der für deinen Passat nötigen Kombination aus Zollgröße, Breite, ET und Radlast gelistet und dokumentiert ist, entscheidet das jeweilige Datenblatt des Rades – nicht die Marke. Nutze deshalb die Angaben zur Radlast und die Fahrzeugzuordnung des Rades als Filter, bevor du nach Design aussuchst. Zur Farbwahl liefert der Ratgeber Schwarze Felgen: matt, glänzend, Gunmetal eine Orientierung.

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7. Winterräder für den Passat

Für die kalte Jahreszeit gilt beim Passat dieselbe Logik wie bei den meisten Mittelklassefahrzeugen: eine Zollgröße kleiner als im Sommer, dafür mehr Flanke. Wer im Sommer 18 oder 19 Zoll fährt, landet im Winter häufig bei 16 oder 17 Zoll. Die Gründe sind handfest: Der höhere Querschnitt fängt Schlaglöcher besser ab, eine etwas schmalere Lauffläche erzeugt auf Schnee mehr Flächendruck, und die kleinere Dimension ist breiter verfügbar. Die Grenze nach unten setzt die Bremsanlage – beim B8 und B9 mit großer Motorisierung ist 16 Zoll je nach Ausführung nicht mehr darstellbar.

Als Winterrad kommt neben einem zweiten Alusatz das Stahlrad in Frage. Es steckt Streusalz und Bordsteinkontakt gelassener weg und ist im Ersatz unkompliziert. Ob für deinen Passat ein Stahlrad in der benötigten Dimension gelistet ist, hängt von Generation, Bremsanlage und Mindestraddimension ab – das ist eine Einzelfallprüfung, keine Pauschalaussage. Das Sortiment findest du unter ALCAR Stahlräder, die passenden Reifen unter Winterreifen und Ganzjahresreifen. Wie du einen Winterradsatz sinnvoll zusammenstellst, steht im Winterkomplettträder-Ratgeber, und warum der Sommerreifen im Winter keine Option ist, klärt Winterreifen im Sommer fahren.

Zum Reifendruckkontrollsystem: Es gehört zum Fahrzeug, nicht zum Radtyp. Der Passat wird je nach Baujahr und Ausstattung mit einem direkt oder einem indirekt messenden System ausgeliefert. Bei einem direkt messenden System braucht jeder montierte Radsatz funktionsfähige Sensoren – entweder umgebaut aus dem Sommerrad oder als zweiter Satz. Bei einem indirekt messenden System sitzt kein Sensor im Rad; hier genügt es, das System nach dem Radwechsel und nach jeder Druckkorrektur neu zu initialisieren. Welches System verbaut ist, steht in der Bordliteratur. Details erklärt der Ratgeber Reifendruckkontrollsysteme; Sensoren findest du unter RDKS. Das saisonale Umstecken samt Drehmoment- und Nachziehregeln beschreibt Räder wechseln und einlagern.

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8. Eintragung: was du vor dem Kauf klärst

Ob eine Rad-Reifen-Kombination am Passat eintragungspflichtig ist, lässt sich nicht pauschal beantworten – sie hängt an der Dokumentation des konkreten Rades und an deinem Fahrzeug. Die Grundstruktur sieht so aus:

  • Steht die Kombination bereits in den Fahrzeugpapieren, ist sie ohne weiteres Zutun zulässig.
  • Hat das Rad eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) und ist dein Fahrzeug darin gelistet, ist der Betrieb im Rahmen der dort genannten Auflagen zulässig. Die ABE ist mitzuführen. Auflagen können zusätzliche Arbeiten vorschreiben, etwa das Bearbeiten von Radlaufkanten oder die Verwendung bestimmter Reifentypen.
  • Liegt nur ein Teilegutachten vor, ist eine Änderungsabnahme nach §19 Abs. 3 StVZO bei einer amtlich anerkannten Prüfstelle erforderlich; anschließend werden die Papiere berichtigt.

Was in jedem Fall gilt: Die Angaben müssen zu deinem Fahrzeug passen – Typschlüsselnummern, Achslasten, zulässige Reifendimensionen. Ein Rad, das für einen Passat B8 freigegeben ist, ist damit nicht automatisch für einen B9 oder für eine andere Motorisierung freigegeben. Den Ablauf einer Abnahme beschreibt der Leitfaden Felgen eintragen lassen. Eine verbindliche Aussage für dein Fahrzeug kann nur die Prüfstelle auf Basis der Papiere und des Radgutachtens treffen – nicht dieser Beitrag und nicht eine Produktbeschreibung.

FAQ: Felgen für den VW Passat

Welchen Lochkreis hat der VW Passat?

Von der Generation B5 bis zum aktuellen B9 durchgängig 5x112 bei einer Nabenbohrung von 57,1 mm und Radbolzen M14x1,5. Nur die älteren Generationen B3 und B4 weichen ab und laufen je nach Motorisierung auf 4x100 oder 5x100.

Welche Felgengröße passt auf den Passat B8?

Ab Werk wurde der B8 mit 16 bis 19 Zoll ausgeliefert, je nach Ausstattungslinie und Motorisierung. Nach unten begrenzt die Bremsanlage über die Mindestraddimension, nach oben die Freigängigkeit im Radhaus und die zulässige Reifendimension. Welche Größen für dein konkretes Fahrzeug freigegeben sind, steht in den Fahrzeugpapieren und im Gutachten des Rades.

Passen Felgen vom Golf 7 auf den Passat?

Geometrisch ja – beide nutzen 5x112 mit 57,1 mm. Technisch ist die Frage damit aber nicht beantwortet: Der Passat, besonders als beladener Variant, hat höhere Achslasten. Die dokumentierte Radlast des Rades muss mindestens der halben höchsten zulässigen Achslast entsprechen. Dazu kommen ET, Felgenbreite und die Freigängigkeit an der Bremsanlage. Ein Golf-Radsatz ist deshalb im Einzelfall zu prüfen, nicht pauschal übertragbar.

Brauche ich für den Passat Zentrierringe?

In der Regel ja, wenn du Zubehörfelgen fährst. Deren Nabenbohrung ist meist größer als die 57,1 mm des Fahrzeugs – typisch sind 66,6 oder 70,1 mm. Der passende Ring gleicht die Differenz aus und sorgt für die mittenzentrierte Montage. Werksräder sind bereits auf 57,1 mm gebohrt und brauchen keinen Ring.

Worauf muss ich beim Passat Variant besonders achten?

Auf Traglast und Lastindex. Der Variant fährt häufig beladen, wodurch die Achslasten – oft an der Hinterachse – hoch ausfallen. Die Radlast der Felge muss dazu passen, und der Reifen braucht mindestens den in den Papieren geforderten Lastindex, in vielen Dimensionen also eine verstärkte XL-Ausführung mit dem entsprechenden Betriebsdruck.

9. Fazit

Beim Passat ist die Anschlussfrage schnell geklärt: 5x112, 57,1 mm, M14x1,5 – von B5 bis B9 unverändert. Die eigentliche Arbeit beginnt danach. Einpresstiefe und Felgenbreite entscheiden darüber, ob das Rad im Radhaus frei läuft; die Bremsanlage setzt die Untergrenze der Zollgröße; und beim Variant ist die Traglast der Punkt, an dem sich ein passender Radsatz von einem nur optisch passenden trennt. Wer diese vier Werte gegen die Fahrzeugpapiere und das Radgutachten prüft, bevor bestellt wird, hat die Entscheidung im Wesentlichen getroffen. Alles Weitere – Design, Farbe, Marke – ist danach Geschmackssache, und die lässt sich entspannt klären.

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Passend dazu

Quellen und Stand

  • Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), insbesondere §19 zu Betriebserlaubnis und Änderungen am Fahrzeug – Primärquelle für Eintragungspflicht und Änderungsabnahme.
  • EG-/ECE-Typgenehmigung sowie ABE beziehungsweise Teilegutachten des jeweiligen Rades – verbindliche Maße, Radlasten, Verwendungsbereiche und Auflagen.
  • Zulassungsbescheinigung Teil I und Herstellerangaben zum Fahrzeug – zulässige Achslasten, freigegebene Rad-Reifen-Kombinationen, Mindestraddimension, Anzugsmomente, Reifendrucktabelle.
  • Technische Baureihendaten zum VW Passat (Typ 3C, 362/365, 3G sowie aktuelle Generation) – Anschlussmaße und ab Werk verbaute Raddimensionen; Angaben ausstattungs- und motorisierungsabhängig.
  • Vorgaben zu Reifendruckkontrollsystemen für neu typgenehmigte Pkw – Pflicht zur funktionsfähigen Anlage im Betrieb.
  • Sortimentsangaben zrshop – geführte Felgen-, Komplettrad-, Reifen- und Zubehörprogramme, Stand August 2026.

Hinweis: Rechtsstand und Prüfdatum: 18.08.2026, Deutschland. Alle Maß- und Größenangaben in diesem Beitrag sind Orientierungswerte für die jeweilige Baureihe und keine Zusage der Passform für ein bestimmtes Fahrzeug. Verbindlich sind die Fahrzeugpapiere und die Dokumentation des Rades; im Zweifel entscheidet die amtlich anerkannte Prüfstelle.

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