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Magazin

Felgen für den Mini: Größen, Lochkreis und der 4x100-Sonderfall

Die direkte Antwort vorweg: Ältere Mini-Generationen fahren den Vierloch-Kreis 4×100, neuere Modelle den Fünfloch-Kreis 5×112 – und wer das verwechselt, kauft Räder, die sich schlicht nicht anschrauben lassen. Der Mini ist einer der wenigen verbliebenen Pkw, bei denen dieser Bruch mitten durch eine bis heute gepflegte Baureihe geht. Genau deshalb landen beim Felgenkauf so oft Räder im Warenkorb, die zum Fahrzeugnamen passen, aber nicht zur Radnabe. Dieser Guide sortiert die Generationen, zeigt Lochkreis, Nabenbohrung und gängige Werks-Zollgrößen in einer Tabelle und erklärt, worauf du bei Einpresstiefe, Freigängigkeit, großer Bremsanlage und Winterrad achten musst.

Hinweis: Rechtsstand und Prüfdatum: 18.08.2026, Deutschland. Zulässige Rad-Reifen-Kombinationen sind immer fahrzeugindividuell. Maßgeblich sind die Fahrzeugpapiere, die ABE bzw. das Teilegutachten des Rades und im Zweifel die Beurteilung durch eine amtlich anerkannte Prüfstelle. Dieser Beitrag ersetzt keine fahrzeugindividuelle Prüfung und keine Rechtsberatung.

Hinweis: zrshop ist ein unabhängiger Händler für Felgen, Räder und Zubehör. Es besteht keine Partnerschaft, Vertretung oder sonstige geschäftliche Verbindung zu MINI oder zur BMW AG. Fahrzeug- und Modellbezeichnungen werden hier ausschließlich beschreibend verwendet, um die Fahrzeugzuordnung eines Rades zu erklären.

1. Mini-Generationen: Lochkreis, Nabenbohrung und Werksgrößen

Der entscheidende Punkt beim Mini ist nicht das Modell, sondern die Baureihen-Kennung. Ein „Mini Cooper“ kann je nach Baujahr vier oder fünf Radbolzen haben, und beide Varianten laufen bis heute auf deutschen Straßen. Wer nur nach dem Modellnamen sucht, bekommt deshalb regelmäßig die falsche Trefferliste. Die folgende Übersicht ordnet die relevanten Generationen den technischen Kernwerten zu.

Generation / Baureihe Bauzeitraum (ca.) Lochkreis (PCD) Nabenbohrung (CB) Radbefestigung Gängige Werks-Zollgrößen
R50 / R52 / R53 (One, Cooper, Cooper S, Cabrio) 2001–2006 (Cabrio bis 2008) 4×100 56,1 mm Radschrauben M12×1,5 15–17 Zoll
R55 / R56 / R57 / R58 / R59 (Clubman, Hatch, Cabrio, Coupé, Roadster) 2006–2015 4×100 56,1 mm Radschrauben M12×1,5 15–18 Zoll
R60 Countryman / R61 Paceman 2010–2017 5×120 72,6 mm Radschrauben M14×1,25 16–19 Zoll
F55 / F56 / F57 (3-/5-Türer, Cabrio) und F54 Clubman ab 2014 bzw. 2015 5×112 66,6 mm Radschrauben M14×1,25 15–18 Zoll
F60 Countryman 2017–2023 5×112 66,6 mm Radschrauben M14×1,25 16–19 Zoll
Aktuelle Generation (Cooper, Countryman, Aceman) ab 2023/2024 5×112 66,6 mm Radschrauben M14×1,25 16–20 Zoll (Countryman nach oben)

Vorbehalt zur Tabelle: Die Werte beschreiben die typische Serienauslegung der jeweiligen Baureihe. Bauzeiträume überschneiden sich modellabhängig, Sondermodelle, Exportvarianten und Ausstattungspakete können abweichen, und die zulässigen Rad-Reifen-Kombinationen unterscheiden sich innerhalb einer Generation je nach Motorisierung und Bremsanlage. Verbindlich sind ausschließlich die Fahrzeugpapiere deines konkreten Fahrzeugs und das Gutachten des Rades. Wie du die relevanten Felder in den Papieren liest, erklärt der Ratgeber Fahrzeugschein erklärt.

Drei Dinge fallen an dieser Tabelle sofort auf. Erstens: Der Vierloch-Kreis hält sich beim Mini bis 2015 – deutlich länger als bei den meisten Fahrzeugen dieser Klasse. Zweitens: Der erste Countryman (R60) tanzt aus der Reihe, weil er weder 4×100 noch 5×112 fährt, sondern 5×120 mit 72,6 mm Nabenbohrung. Und drittens: Ab der F-Generation liegt der Mini auf dem gleichen Lochkreis wie viele Fahrzeuge des VW-Konzerns und Teile des Mercedes-Programms – die Auswahl an Zubehörrädern wird dadurch spürbar größer. Wie sich 5×112 in der Praxis auswirkt, siehst du auch im Guide zu Felgen für den VW Golf und im Beitrag zu Felgen für den Audi A4.

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2. Der Wechsel von 4×100 auf 5×112: warum „fast passend“ nie funktioniert

Der Lochkreis ist die einzige Angabe am Rad, bei der es keinen Toleranzbereich und keinen Kompromiss gibt. Er besteht aus zwei Zahlen: der Anzahl der Bohrungen und dem Durchmesser des gedachten Kreises, auf dem ihre Mittelpunkte liegen. 4×100 bedeutet vier Bohrungen auf einem Teilkreis von 100 mm, 5×112 bedeutet fünf Bohrungen auf 112 mm. Zwischen beiden gibt es keinen Übergang: Ein Rad mit fünf Löchern lässt sich an einer Nabe mit vier Gewinden nicht befestigen, und umgekehrt genauso wenig.

Gefährlicher als dieser offensichtliche Fall ist der zweite: Lochkreise, die fast stimmen. 4×100 ist ein weit verbreitetes Maß – es taucht bei zahlreichen Kleinwagen und Kompaktfahrzeugen verschiedener Hersteller auf. Direkt daneben liegen aber 4×98 und 4×108. Der Unterschied beträgt zwei bis acht Millimeter auf den gesamten Teilkreis, also bruchteile davon pro Bohrung. Genau das macht ihn tückisch: Die Schrauben lassen sich in solchen Fällen mitunter ansetzen und mit Kraft sogar eindrehen. Das Rad sitzt dann aber nicht plan und zentriert auf der Nabe, die Kegelflächen der Schrauben liegen nicht sauber in den Senkungen des Rades, und die Vorspannkraft verteilt sich ungleichmäßig. Eine Radverschraubung hält das Rad über Reibschluss – und der entsteht nur, wenn alle Schrauben gleichmäßig ziehen. Ein „fast passender“ Lochkreis ist deshalb kein Kompromiss, sondern ein Fehler.

Wie du den Lochkreis an deinem Fahrzeug korrekt bestimmst – und welchen Messfehler man bei gerader Lochzahl typischerweise macht – erklärt der Ratgeber Lochkreise bei Felgen: Bedeutung und Messung. Beim Mini gilt zusätzlich: Bei vier Bohrungen kannst du den Teilkreis direkt von Bohrungsmitte zu gegenüberliegender Bohrungsmitte messen, bei fünf Bohrungen liegt keine Bohrung genau gegenüber – hier führt das naive Messen zuverlässig in die Irre.

Ein praktischer Nebeneffekt des Bruchs: Räder eines R56 passen nicht auf einen F56, obwohl beide „Mini Cooper“ heißen und optisch verwandt sind. Wer gebrauchte Winterräder kauft, sollte deshalb nie nach Modellnamen und Baujahr allein gehen, sondern nach dem Lochkreis fragen – und im Zweifel nach der KBA-Nummer des Rades. Wie sich damit die Fahrzeugzuordnung nachvollziehen lässt, steht in KBA-Nummer bei Felgen erklärt.

Hinweis: Adapterplatten sind kein Standardweg, um 4×100 auf 5×112 umzurüsten. Lochkreisadapter verändern immer auch die Spurweite und damit die Belastung von Radlager und Radaufhängung. Sie sind nur mit passendem Gutachten, in der dafür vorgesehenen Kombination und nach Abnahme durch eine amtlich anerkannte Prüfstelle verwendbar. Die Randbedingungen erklärt der Ratgeber zu Spurverbreiterungen. Für einen normalen Radsatzkauf ist der einfache und richtige Weg immer: Rad mit dem passenden Lochkreis kaufen.

3. Nabenbohrung und Zentrierringe beim Mini

Der zweite Wert, der beim Mini regelmäßig für Rücksendungen sorgt, ist die Nabenbohrung – also die Mittenbohrung des Rades, mit der es auf dem Nabenzapfen sitzt. Beim Mini gibt es drei relevante Maße: 56,1 mm bei den R-Modellen mit 4×100, 72,6 mm beim R60 Countryman und 66,6 mm bei allen 5×112-Generationen ab F55/F56.

Die Nabenbohrung übernimmt beim mittenzentrierten Rad die Zentrierung: Sie stellt sicher, dass das Rad exakt rund zur Radnabe läuft, bevor die Schrauben es festziehen. Sie darf deshalb nie kleiner sein als der Nabenzapfen – ein zu kleines Rad lässt sich schlicht nicht aufstecken. Größer darf sie sein, und das ist bei Zubehörrädern der Normalfall: Hersteller fertigen ein Rad häufig mit einer großzügigen Bohrung und legen die Differenz über einen Zentrierring aus Kunststoff oder Aluminium aus.

Beim Mini ist das besonders relevant, weil 56,1 mm ein vergleichsweise kleines Maß ist. Ein Rad, das mit einer größeren Bohrung ausgeliefert wird, braucht also einen Ring, der genau von der Rad-Bohrung auf 56,1 mm reduziert. Der Ring muss beide Maße exakt treffen – ein Ring, der „ungefähr passt“, erfüllt seine Aufgabe nicht. Warum die Zentrierung technisch zählt und was passiert, wenn sie fehlt, erklären die Beiträge Perfekte Zentrierung mit Zentrierringen, Zentrierringe für Felgen und Felgen ohne Zentrierringe fahren. Die Unterschiede zwischen den Ringmaterialien behandelt der Ratgeber zu Distanzringen für Alufelgen.

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4. Kleine Karosserie, große Räder: Freigängigkeit und Einpresstiefe

Kaum ein Fahrzeug wird so konsequent auf große Räder gestellt wie der Mini. Das hat einen gestalterischen Grund: Die kurzen Überhänge und die an die äußeren Ecken gerückten Räder gehören zum Entwurf, und ein größerer Rad-Durchmesser verstärkt genau diesen Eindruck. Technisch bedeutet es aber, dass beim Mini die Reserven im Radhaus von Haus aus knapper sind als bei einem Fahrzeug der Kompaktklasse mit den gleichen Zollgrößen.

Zwei Maße entscheiden darüber, ob ein Rad frei läuft:

  • Einpresstiefe (ET): Sie beschreibt, wie weit die Radauflagefläche gegenüber der Mittelebene des Rades versetzt ist. Eine kleinere ET rückt das Rad weiter nach außen Richtung Radlauf, eine größere ET zieht es weiter nach innen Richtung Federbein und Bremssattel. Die ET ist damit kein Stilmittel, sondern die Größe, die über Schleifkontakt entscheidet – und sie verändert zusätzlich den Hebelarm am Radlager. Die Grundlagen und die typischen Rechenfehler stehen im Guide Einpresstiefe bei Felgen.
  • Felgenbreite und Reifendimension: Ein breiteres Rad mit gleicher ET baut sowohl nach außen als auch nach innen auf. Der Reifen selbst trägt noch einmal auf, und zwar abhängig davon, wie breit er auf der jeweiligen Maulweite steht. Welche Reifenbreite zu welcher Felgenbreite gehört, erklärt der Beitrag Felgen- und Reifenbreite; wie du die Dimension am Reifen korrekt liest, steht in Reifengröße und Reifenbezeichnung lesen.

Praktisch heißt das: Beim Mini reicht es nicht, den Lochkreis und die Zollgröße zu treffen. Die Kombination aus Zoll, Breite, ET und Reifendimension muss als Ganzes freigegeben sein. Kritische Stellen sind der vordere Radlauf beim Einfedern mit vollem Lenkeinschlag, die Innenseite am Federbein und – bei Fahrzeugen mit größerer Bremsanlage – der Bremssattel. Ein Rad, das im Stand frei dreht, kann beim Einfedern trotzdem streifen. Deshalb steht in Gutachten regelmäßig, unter welchen Auflagen eine Kombination zulässig ist, etwa mit Hinweisen zur Bearbeitung des Radlaufs oder zu Einschränkungen bei Schneeketten.

Der letzte technische Wert, den man beim Mini nicht übersehen sollte, ist die Tragfähigkeit. Sie wirkt bei einem kleinen Fahrzeug unkritisch, ist es aber nicht: Maßgeblich ist die zulässige Achslast, nicht das Leergewicht. Wie du sie richtig gegenrechnest, steht in Felgen-Traglast berechnen und für die Reifenseite in der Lastindex-Tabelle.

5. John Cooper Works: größere Bremse, Mindest-Zollgröße

Die sportlichen Varianten – insbesondere die John-Cooper-Works-Modelle, teils auch Cooper-S-Ausführungen – sind ab Werk mit einer größeren Bremsanlage ausgestattet. Größere Bremsscheiben und vor allem größer bauende Bremssättel brauchen Bauraum hinter dem Radstern. Daraus folgt eine Mindest-Zollgröße: Unterhalb eines bestimmten Durchmessers passt kein Rad mehr über die Bremse, unabhängig davon, ob Lochkreis und Nabenbohrung stimmen.

Das ist der Grund, warum bei diesen Fahrzeugen der beliebte Winterrad-Trick „eine Nummer kleiner“ nur begrenzt funktioniert. Wo ein Basis-Mini im Winter problemlos auf eine kleinere Dimension geht, ist bei einem Fahrzeug mit großer Bremsanlage häufig bereits die nächstkleinere Stufe ausgeschlossen. Hinzu kommt: Die Mindestgröße ist kein reiner Durchmesserwert. Auch die Innenkontur des Radsterns entscheidet mit – zwei Räder derselben Zollgröße können sich unterschiedlich verhalten, wenn eines flacher über dem Sattel baut.

Hinweis: Die Mindestraddimension steht nicht im Ermessen des Käufers. Maßgeblich sind die Herstellerangaben zum konkreten Fahrzeug sowie die Freigängigkeitsangaben im Gutachten des Rades. Wenn dort eine Mindestgröße oder eine Einschränkung für bestimmte Bremsvarianten vermerkt ist, gilt sie – auch dann, wenn das Rad optisch zu passen scheint. Kläre das vor dem Kauf, nicht auf der Hebebühne.

Wer bei einem sportlichen Mini bewusst nach oben geht, landet schnell bei 17 oder 18 Zoll. Für die Auswahl in dieser Klasse lohnt der Blick in den 18-Zoll-Ratgeber; wenn es dezent und dunkel werden soll, sortiert der Beitrag schwarze Felgen in matt, glänzend und Gunmetal die Finishes.

6. Winterräder beim Mini: kleiner ist meist besser

Für den Winter spricht beim Mini vieles dafür, eine Zollgröße unterhalb der Sommerdimension zu wählen – sofern die Bremsanlage es zulässt. Die Gründe sind dieselben wie bei anderen Fahrzeugen, wirken beim Mini wegen der kurzen Federwege und des straffen Fahrwerks aber besonders deutlich:

  • Ein höherer Reifenquerschnitt federt Schlaglöcher und Kanten besser ab und schützt das Felgenhorn.
  • Eine etwas schmalere Lauffläche erzeugt auf Schnee mehr Flächendruck und gräbt sich besser ein.
  • Kleinere Dimensionen sind in der Regel breiter verfügbar, was die Auswahl an freigegebenen Kombinationen vergrößert.

Der zweite Punkt ist das Reifendruckkontrollsystem. Fährt dein Mini ein direkt messendes RDKS, braucht jeder montierte Radsatz funktionsfähige Sensoren – das Winterrad also genauso wie das Sommerrad. Entweder werden die vorhandenen Sensoren beim Reifenwechsel umgebaut (mit neuem Ventil und Dichtsatz), oder du rüstest einen zweiten Sensorsatz nach, der dauerhaft im Winterrad bleibt. Bei indirekt messenden Systemen sitzt kein Sensor im Rad; hier genügt das Initialisieren des Systems nach dem Radwechsel. Welche Variante dein Fahrzeug hat, steht in der Bordliteratur. Funktionsweise, Anlernen und typische Fehlerbilder erklärt der Ratgeber Reifendruckkontrollsysteme. Wie du einen Winterradsatz insgesamt zusammenstellst, steht im Winterkomplettträder-Ratgeber, und warum der Sommerreifen im Winter keine Option ist, klärt Winterreifen im Sommer fahren. Den richtigen Druck für die neue Dimension findest du über die Reifendruck-Tabelle, und das Vorgehen beim saisonalen Wechsel samt Nachziehen steht in Räder wechseln und einlagern.

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7. Eintragung: was du vor dem Kauf klären solltest

Ob eine Rad-Reifen-Kombination eingetragen werden muss, hängt nicht vom Fahrzeugmodell ab, sondern von der Freigabe des konkreten Rades für das konkrete Fahrzeug. Grob lassen sich drei Fälle unterscheiden, und alle drei sind fahrzeugindividuell zu prüfen:

  • Kombination steht bereits in den Fahrzeugpapieren: Dann ist die Dimension für das Fahrzeug ausgewiesen. Das Rad selbst muss trotzdem für das Fahrzeug freigegeben sein.
  • Rad mit ABE bzw. EG-Typgenehmigung, Fahrzeug in der Verwendungsliste: Hier können Auflagen entfallen oder auf das Mitführen von Dokumenten beschränkt sein – abhängig vom Inhalt der Genehmigung und den dort genannten Bedingungen.
  • Rad mit Teilegutachten oder Kombination mit Auflagen: Hier ist in aller Regel eine Begutachtung durch eine amtlich anerkannte Prüfstelle und anschließend die Änderung der Fahrzeugpapiere vorgesehen.

Welche Unterlagen du dabei brauchst und wie der Ablauf aussieht, beschreibt der Leitfaden Felgen eintragen lassen. Verlässliche Aussagen zu einer bestimmten Kombination kann nur die Prüfstelle auf Basis der Papiere und des Radgutachtens treffen – pauschale Zusagen zur Eintragungsfreiheit gibt es nicht, und dieser Beitrag macht sie ausdrücklich nicht.

FAQ: Felgen für den Mini

Welchen Lochkreis hat mein Mini?

Das hängt an der Baureihe, nicht am Modellnamen. R50, R52, R53 sowie R55 bis R59 fahren 4×100. Der erste Countryman (R60) und der Paceman (R61) fahren 5×120. Ab der F-Generation (F54, F55, F56, F57, F60) und bei den aktuellen Modellen gilt 5×112. Im Zweifel zählst du die Radschrauben und misst nach – oder du orientierst dich an den Papieren und am Gutachten des Rades.

Passen Felgen vom R56 auf einen F56?

Nein. Der R56 hat 4×100 mit 56,1 mm Nabenbohrung, der F56 hat 5×112 mit 66,6 mm. Weder die Anzahl der Bohrungen noch der Teilkreis noch die Mittenbohrung stimmen überein. Beide Fahrzeuge heißen umgangssprachlich „Mini Cooper“, sind bei der Radmontage aber zwei verschiedene Welten.

Kann ich mit einem Adapter 5×112-Felgen auf einen 4×100-Mini montieren?

Lochkreisadapter existieren, sind aber kein Standardweg für einen normalen Radsatzkauf. Sie verändern die Spurweite, verändern die Belastung von Radlager und Aufhängung und sind nur mit passendem Gutachten, in der vorgesehenen Kombination und nach Abnahme durch eine amtlich anerkannte Prüfstelle verwendbar. Der einfachere und sichere Weg ist ein Rad mit dem richtigen Lochkreis.

Welche Nabenbohrung braucht ein Mini?

56,1 mm bei den 4×100-Generationen, 72,6 mm beim R60 Countryman und 66,6 mm bei allen 5×112-Modellen ab F55/F56. Ist die Bohrung des Rades größer, gleicht ein exakt passender Zentrierring die Differenz aus. Kleiner darf sie nicht sein.

Welche Zollgröße ist beim Mini im Winter sinnvoll?

Häufig eine Stufe unter der Sommerdimension, weil der höhere Reifenquerschnitt Schlaglöcher besser abfängt und schmalere Reifen auf Schnee besser greifen. Die Grenze setzt die Bremsanlage: Bei Fahrzeugen mit großer Bremse – typischerweise den sportlichen Varianten – darf die vom Hersteller angegebene Mindestraddimension nicht unterschritten werden, und die Kombination muss freigegeben sein.

8. Fazit

Beim Mini entscheidet nicht der Modellname über die Radwahl, sondern die Baureihe. Bis 2015 gilt bei Hatch, Clubman, Cabrio, Coupé und Roadster der Vierloch-Kreis 4×100 mit 56,1 mm Nabenbohrung, ab der F-Generation 5×112 mit 66,6 mm – und dazwischen sitzt der erste Countryman mit seinem eigenen Maß 5×120 auf 72,6 mm. Wer diese drei Zahlenpaare vor dem Kauf gegen die eigenen Fahrzeugpapiere abgleicht, hat die häufigste Fehlerquelle bereits ausgeschlossen. Danach entscheiden Zollgröße, Felgenbreite und Einpresstiefe darüber, ob das Rad im engen Mini-Radhaus tatsächlich frei läuft, und bei den sportlichen Varianten setzt die größere Bremsanlage eine Untergrenze nach unten. Prüfe Lochkreis, Nabenbohrung, ET, Breite und Traglast gegen Papiere und Radgutachten – dann passt das Rad, bevor es geliefert wird.

Passende Marken-Felgen in gängigen Größen findest du bei DEZENT, AEZ, DOTZ, BORBET, RC-Design und Brock. Welche Modelle in welchem Lochkreis und in welcher Größe verfügbar sind, siehst du direkt am jeweiligen Produkt – bitte gleiche die Angaben vor der Bestellung mit deinen Fahrzeugpapieren ab. Die Markenprofile findest du außerdem in den Beiträgen zu DEZENT, AEZ und DOTZ.

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Passend dazu

Quellen und Stand

  • Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) – Anforderungen an Räder und Bereifung sowie an Änderungen am Fahrzeug.
  • EG-/ECE-Typgenehmigung sowie ABE bzw. Teilegutachten des jeweiligen Rades – verbindliche Maße, Verwendungsbereiche und Auflagen.
  • Fahrzeugpapiere und Herstellerangaben zum konkreten Fahrzeug – freigegebene Rad-Reifen-Kombinationen, Mindestraddimension, Nabenbohrung, Anzugsmomente.
  • Baureihenübersicht Mini (R50/R52/R53, R55–R59, R60/R61, F54–F57, F60, aktuelle Generation) – typische Serienauslegung von Lochkreis, Nabenbohrung, Radbefestigung und Werks-Zollgrößen; modell- und ausstattungsabhängige Abweichungen möglich.
  • Vorgaben zu Reifendruckkontrollsystemen für neu typgenehmigte Pkw – Pflicht zur funktionsfähigen Anlage im Betrieb.
  • Sortimentsangaben zrshop – geführte Marken und Collections, Stand August 2026. Verfügbare Lochkreise und Größen variieren je Modell und sind am Produkt ausgewiesen.

Hinweis: Rechtsstand und Prüfdatum: 18.08.2026, Deutschland. Angaben zu Freigaben, Eintragung und Zulässigkeit sind fahrzeugindividuell. Im Zweifel entscheidet die amtlich anerkannte Prüfstelle auf Basis der Fahrzeugpapiere und des Radgutachtens. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

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